Glungezer-Hütten-Zeitung

Glungezerhütte

von Bildhauer Franz Pöhacker

 

Bausteinkarte zum 80-Jahrjubiläum der Hütte 2012 

Glungezerhütte 1932
Glungezerhütte 1932/33

2002 Jahr der Berge und Hütten

"2002 - das Jahr der Berge" war für den Haller Alpenverein auch das "Jahr der Hütten". Die Glungezerhütte stand auch in ihrem 70. Bestandsjahr "felsenfest". Die Lizumerhütte - 1911/12 vom AV-Hall in der "Wilden Lizum" im Wattental oberhalb des Almdorfs erbaut - ist 90 Jahre alt geworden.

"Das Jahr der Berge war uns Anlass und Auftrag, unser Kulturgut "Alpen" als unermesslichen Schatz zu sehen und zu hüten", erklärt dazu Tirols AV-Vorsitzender Gerald Aichner. "Besonders wollten wir auf unsere Tiroler AV-Schutzhütten und das 2000 km lange AV-Wege- und Steignetz in Tirol aufmerksam machen. Hütten und Wege haben erhebliche Bedeutung für heimische Naherholung, Freizeit und Tourismus."
Der Tiroler Alpenverein hatte seinen 38 Tiroler Sektionen empfohlen, ihre Jahr-der-Berge-Aktivitäten am 7. Juli 2002 zu konzentrieren. "An diesem 'Tag der Berge' wurden der Öffentlichkeit durch Programme und Veranstaltungen unsere alpinen Anliegen und Aufgaben näher gebracht, um die Freude am Bergsport zu wecken", so AV-Vorsitzender Gerald Aichner.

Glungezer-Füchs' - der Mensch am Berg

Seit dem Jahr 1983 steigen sportliche Senioren aus der Region Hall und Umgebung den ganzen Winter hindurch allwöchentlich zweimal, mit Ski und Fell, auf den Glungezer. Im Schnitt bringen sie es auf 30 Begehungen, manche bis zu 60, vereinzelt auch 100 Skitouren pro Wintersaison.

Für die Fernsehdokumentation des ORF "Tirol heute", im Winter 1989, hat Gerald Aichner diese Seniorengruppe "Glungezer-Füchse" getauft. Ihre Begleiterinnen sind die "Glungezer-Fähen".


Gipfelkreuz
Auf der Glungezer-Sonnenspitze haben die "Füchse" ihr Gipfelkreuz aufgestellt.

Glungezer Wasser

Auf der Glungezerhütte genießen Sie köstliches quellfrisches Glungezer-Wasser aus den Quellen in 2.050 m Höhe. Von dort wird das Wasser über eine eigene Trinkwasserleitung 600 Hm zur Hütte in den Hochbehälter "Anna-Zisterne am Glungezer-Schlund" heraufgepumpt.

Unsere Bitte, dieses köstliche Trinkwasser zu schätzen und zu sparen. Ein wahrhaft kostbares Nass, das auch etwas kosten darf.

Glungezer-Taler

Der "Glungezer-Taler" zeigt auf der Vorderseite die Glungezerhütte, auf der Rückseite das Haller Stadtwappen mit der Umschrift "Erste Talerprägestätte der Welt", Hall in Tirol, anno 1486.

Der erste Glungezer-Taler wurde am 18. Sept. 1994 auf der Glungezerhütte mittels Hammerschlag-Prägung geschlagen, anläßlich 110 Jahre Alpenverein Hall und 60 Jahre Glungezerhütte.


Den Glungezertaler gibt es in
Tombak/Kupfer 10 Euro
Silber 25 Euro
Gold 300 Euro

Glungezer-Lieder

"Drob'n am Glungezer..."
Text, Komposition von Ferry Strassl, Jänner 1989

 

Drob'n am Glungezer, hoch am Glungezer,
muss man gewesen sein;
drob'n am Glungezer, hoch am Glungezer,
ja da ist's halt allwein fein.
Jodler


Ja, ja der Lothar, das ist unser Freund,
schon manches Glaserl hat uns schon mit ihm vereint.
Die Helga kocht die Knödel ja so fein,
ja drob'n am Glungezer muss man gewesen sein.

Und miass'ma abi wieder in das Tal,
die Direttissima geht wieder optimal,
und auch das Frauental ist wunderschön,
drum miass'ma morg'n glei wieder aufi geh'n.


Glungezer-Füchse-Lied
"I bin a Fuchs"
Text, Komposition Ferry Strassl, Sept. 1992

 

I bin a Fuchs, hoch drob'n am Glungezer,
i schleich da oben ja ummanond,
an alter Fuchs, hoch drob'n am Glungezer,
ja der ist allweil guat beinand.


Und kimmt der Winter, da bin i schlau,
da muass i aussa aus mein Bau,
muass in die Höh, zum Stelldichein,
wo alle andern Füchse sein.


Drob'n in der Hütt'n, da kehr ma ein,
da hock'n mia so g'müatlich drein,
da tian ma singen, und hab'ns fein,
bei manchem guaten Glaserl Wein.


Und samma unten, s' war wieder fein,
da geh'n mir no lang nit heim,
ja bei der Gufl, da kehr ma ein,
da gibt's ein Herta-Füchse-Stelldichein.

Glungezerlied

Glungezerlied

 

Von Siggi Schmid

Gewidmet der OeAV-Sektion Hall in Tirol, Weihnachten 2011

 

1.

Iatz geah i’ wieda aufi auf’n Glungezer

heit muaß i wieda aui auf die Heach.

Da ob’n laß i aus an laut’n Jucheza,

beim Oifahr’n hab i an bärig’n Schnea.

Da triff’ ich wieda alli meine Freundl’n,

mei Jaus’n schmeckt ma no amol so guat.

Da bin i nia alloan, da gfreit mi jede Stund’,

da kriag i wieda frisch’n Lebensmuat.

 

2.

Bei da Schafahütt’n richt’ i ma die Fell her,

i spann sie auf die Schi und dann geaht’s auf.

Giahn muass i gmüatlich, dass i nit zu schnell wear’.

Verflixt, heit bin i wieda ganz guat drauf.

Beim Mast’n fangt da Wind schun an zum Pfauch’n.

Der hebt mi nit, er muaß mi auilassn.

I raff mi bis zur Hütt’n. Beim Of’n taugt’ ma’s dann,

da Wind kunn auß’n no so wüatig blas’n.

 

3.

Bald muaß i aba ofahr’n, weil’s halt Zeit isch.

A Gipfelblick isch allaweil no drein.

Der g’fallt ma, weil des Land herob’n so weit isch.

Aba iatzt geaht’s oi, mei, des isch so fein.

I schwing hin und her, ziach meine Bög’n,

ob Pulver, Bruch, ob Firn, i hab ja Schneid.

Mi feiglt nia da Schnea, mit Gaudi geaht’s durcho.

Des isch fir mi die allergreaschte Freid’.


Europäische Uraufführung am 5. Aug. 2012 in der Glungezerhütte, anlässlich der 80-Jahrfeier der Hütte

 

Legende

Nach dem 1. Glungezerlied von Ferry Strassl, anno 1992, gibt es nun ein neues, 2. Glungezerlied, Text & Komposition von „Glungezerfuchs“ Siggi Schmied aus Hall. Darum rankt sich eine besondere Geschichte: Ein Freund von Siggi Schmied, Univ.-Prof. Walter Moser, hat das Lied in unserer AV-Mitgliederzeitung „Glungezer & Geier“ entdeckt. Prof. Moser leitet den Uni-Chor an der Universität von Alberta in Canada. Er studierte das Lied mit seinem Chor und Klavierbegleitung ein. Am 1. Juni 2012 fand die „Welturaufführung“ von Siggis Glungezerlied im Rahmen eines Uni-Konzertes mit Liedern aus aller Welt in Alberta statt - am 5. August die „Europa Uraufführung“ im Beisein von Siggi Schmied durch das „Bio Trio Tirol“, mit Walter Gatt (Akkordeon), Markus Mayr (Kontrabass), Hans Klingenschmid (Rhythmusgitarre), die die gesamtmusikalische Begleitung der Feier übernommen hatten.

Alpenverein Hall i.T./ai