"GLUNGGEZER" & seven TuXer summits

* Glunggezer und  "Gluggezen"

* seven TuXer summits

Gipfelpanorama auf 500 Gipfel, Jöcher & Grat

+ 9er Runde

"Glunggezer"

Glungezer wird als "Glúnggezer" ausgesprochen, mit kurzem "u" und mit Doppel-gg. Der Name Glungezer bedeutet "unter Felsblöcken dahinfließendes 'glucksendes' Wasser" -  Schmelzwasser, das "gluggezen tut" (Lautmalerei)

Der Glungezer trägt also einen "Wassernamen, der zum Gipfel hinaufgewandert ist", wie es die Namensforscher nennen.


"Gluggezen"

Glungezer wurde in alten Landkarten als "Glungetzer", "Glungeser Berg", "Glunkezer" eingetragen.

Den Namen verdankt er dem mundartlichen Ausdruck "glunkezen" oder "gluggezen", was so viel heißt wie "glucksen". Damit ist das Geräusch gemeint, das beim Ausgießen einer Flüssigkeit aus einem Gefäß mit enger Öffnung durch das Eindringen von Luft entsteht.

Am Glungezer vernimmt man ein ähnliches Geräusch, das die Hirten "glunggezen" oder "gluggezen" nennen. Deutlich zu hören ist dieses "Gluggezen" am Beginn des Frauentals und am "Glungezer-Schlund", wo seit Sommer 2003 der neue Trinkwasser-Hochbehälter, die "Anna-Zisterne", "eingegraben" ist - wenn im Sommer der schmelzende Schnee unter dem Blockwerk talwärts "gluckst".

seven TuXer summits, aus dem 18. Jahrhundert

seven TuXer summits

Stich um 1860, Patscherkofel- Glungeser- Volder- und Wattental

"Die Route Glungezer- Lizum über die „seven TuXer summits“ auf der "VIA ALPINA rot", bzw. der Glungezer & Geier Route von der Glungezerhütte zur Lizumerhütte, entwickelt sich zum klassischen Alpinhöhepunkt der München-Venedig Tour.

Uninformierte gehen durchs Volder- oder Wattental (Straße). Sie versäumen viel an Naturschönheit, Faszination wie Fernsicht, Einsamkeit und die kurzweilige Gratwanderung.“ 

Glungezer-Hüttenwirt Gottfried aus seinen Erfahrungen 2011/13.

 

Die sieben Gipfel:

Glungezer, Gamslahner, Kreuzspitze, Rosenjoch, Grünberger, Grafmartspitze, Naviser Sonnenspitz oder Mölser Sonnenspitze

Gipfelpanorama auf 500 Gipfel, Jöcher & Grate
Gipfel- Rundblick "jeden Grad einen Gipfel", also mindestens 360 Gipfel im Panorama - tatsächlich sind es ca 500 Erhebungen.

Zillertaler Panorama
Zillertaler Panorama

Zillertaler Panorama vom Glungezer-Gipfel - 2.677 m

Aufnahme im Spätherbst

 

Das Glungezer-Panorama bietet 500 Gipfel, Grate und Jöcher

Foto auf der Glungezer & Geier Route von der Glungezerhütte über die "seven Tuxer summits" zur Lizumerhütte

Neunerrunde – 9er-Runde – Vier-Jöcher-Runde

Tulfeinalm – Zirbenweg – Neunerspitze – Glungezer

 

Von der Tulfeinalm geht man ca. 30 Min. westwärts am Zirbenweg, vorbei an der Tulfein-Kapelle und an der Abzweigung, die hinunter zur Rinner Alm führt, bis zum gelben Wegweiser nach links „Neunerspitze“. Kommt man vom Patscherkofel am Zirbenweg her, so weist kurz vor dieser Abzweigung eine Tafel auf die „Rote Wand“ hin.

 

Zwischen Latschen und Legföhren hindurch und einem Meer von Nebelbeeren steigen wir auf dem schmalen Steiglein zum ersten Sattele, (ca. 20 Min., ca. 2.100 m), hier am Jöchl steht eine lange Skiroutenstange aus der Zeit, als man noch vom Patscherkofel her mit Skiern zum Bärenbader Jöchl, weiter ins Frauental und zur Glungezerhütte aufgestiegen ist.

 

Der Steig geleitet uns an der steilen NW-Seite der Neunerspitze empor, zwei Stellen sind mit einer Kette zum Anhalten gesichert. In 10 Min. erreichen wir das 2. Jöchl (2.200 m), mit einem Steinmannl. Westlich (rechts) geht’s hinauf zur Neunerspitze, dahinter erblicken wir die Mohrenköpfe, nördlich der Viggarspitze.

 

Wir steigen geradeaus südlich zwischen Legföhren hinunter in die Senke und gegenüber, zuletzt steil, den verwachsenen Hang über Blockwerk und durch Almrauschstauden hinauf zum 3. Jöchl, wieder zu einem Steinmannl (20 Min., 2.260 m). Vor uns erblicken wir den Glungezer-Höhensteig, den „Inntaler Höhenweg“, der vom Patscherkofel zum Glungezer herüberzieht. Hier biegen wir nach links in diesen Steig ein und halten uns ostwärts.

Der Steig verläuft parallel zum Viggartal, an der Südflanke der Sonnenspitze, bergan und windet sich in einigen Kehren die letzten ca. 350 Hm zum Schartl gegenüber der Glungezerhütte (2.610 m), dem 4. „Jöchl“ dieser Runde. Unvermittelt steht die Glungezerhütte gegenüber (45 – 60 Min.).

Gesamt ab Tulfeinalm – Glungezerhütte 2.15 – 2.45 h.

Die Runde ist auch in umgekehrter Richtung lohnend zu begehen.

© Gerald Aichner/Alpenverein Hall i.T.