Glungezerhütte "TuXer"

neue Schlafhütte "TuXer"
neue Schlafhütte "TuXer"

Neue Schlafhütte „TuXer“ der Glungezerhütte

 

Im 130. Jahr seines Bestehens hat der Alpenverein Hall i.T. die Nächtigungs-möglichkeiten in der Glungezerhütte2610 um die Schlafhütte „TuXer“ erweitert. Nach kurzer Bauphase ist der Zubau zur Hütte bereits fertiggestellt und voll in Beschlag genommen worden. Damit hat sich auch eine Terrassenvergrößerung ergeben, die nun als neue Panorama-Terrasse, mit Blick auf die Stubaier und den Patscherkofel „hinunter“, einlädt. Die beiden neuen Zimmerlager „Glungezer“ und „Sonnspitz“ bieten gemütlich 18 Schlafplätze.

 

Nach Plänen von Architekt DI Simon Unterberger hat „Holzbau Fischler“ die Hütte in Fertigbauweise errichtet, die Boden-, Wand- und Deckenelemente wurden von Wucher-Helicopter zum Glungezer geflogen. Die Tiefbaufirma HTB hat das Fundament wegen des Permafrostes mit 6 m tief gesetzten Ankern abgesichert. Türen und Fenster fertigte die Tischlerei Steiner, Fa. Anker die Verdachung.

 

Alpenverein-Vorsitzender Gerald Aichner: „Die Erweiterung war dringend notwendig geworden, weil unsere ‚alpin-classic-route seven tuxer summits’ vom Glungezer in die Lizum im Rahmen der Via Alpina immer beliebter wird. Auch der Inntaler-Höhenweg, von Tulfes oder Igls über Glungezer zum Kellerjoch, verzeichnet deutlich mehr Bergwanderer von Hütte zu Hütte. Dafür waren die Schlafmöglichkeiten im Altbau der Glungezerhütte einfach zu beschränkt und nicht weiter ausbaufähig.“ Bauen auf 2610m Höhe ist immer eine große Herausforderung, wegen der Witterung, der Materialanlieferung, Verarbeitung, der Transporte. „Wir hatten heuer schon Blitzschäden, Schäden durch Permafrost an der Wasserleitung, am Elektrokabel, die schnellstens behoben werden mussten, um den Hüttenbetrieb zu sichern. So mussten die Holzfertigteile, Kabeltrommel, Kleinbagger (Erdbau Angerer) und Kompressor mit dem Heli zur Hütte geflogen werden.“

 

Die schlichte Schlafhütte „Tuxer“ wurde vom Architekten behutsam an den Prachensky-Altbau von 1935 angedockt, um den Gesamteindruck der Hütte zu betonen und zu erhalten. „Mit 2014 und dem Zubau beginnt für die Glungezerhütte eine neue Epoche als höchstgelegene OeAV-Gipfelhütte Nordtirols, zum Wohl und Nutzen der Bergwanderer.“

Gerald Aichner

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