"Inntaler"-Höhenweg

Was mag wohl zwei Ehepaare aus New York und Kalifornien veranlasst haben, heuer Ende Juni nach Innsbruck zu fliegen, um den „Inntaler Höhenweg“ zu begehen? Sie hatten nach einer leichten Trekkingtour für ca. eine Woche in den Alpen gegoogelt, der erste Treffer offerierte ihnen den „Inntaler“. Wie gegoogelt so getan, genauso wie es ein Schweizer Paar und zwei finnische Familien heuer schon gemacht haben. In Hüttengesprächen und Gästebüchern schwärmten sie von der wunderbaren alpinen Landschaft, der guten Machbarkeit, den freundlichen Hütten(-wirten und Teams) und gemütlichen Hüttenaufenthalten mit allerbester Verköstigung, dem guten Wegenetz.

 

„Inntaler“-Trekking zeigt sich heuer sehr international, es waren heuer auch Deutsche, Skandinavier, Holländer, Mexikaner und US-Boys rund um „Glungezer & Geier“ unterwegs. Es muss also etwas dran sein an dieser einwöchigen Trekkingtour hoch über’m Inntal, zwischen Patscherkofel – Glungezer – Lizum und Kellerjoch.

Für sehr viele „Inntaler“-Geher beginnt  der Einstieg mit dem Aufstieg von Hall/Tulfes (Glungezerbahn) zur ersten Hüttennächtigung auf der Glungezerhütte, andere gehen sich vom Patscherkofel her ein. Die meisten sind alpintaugliche Geher, die auch die Herausforderung der Gratüberschreitung von der Glungezerhütte über die „seven Tuxer summits“ zur Lizumerhütte gut und sicher meistern, allenfalls sie umgehen. Sie geben (und verlassen sich) sehr viel auf die konkreten Ratschläge der Hüttenwirte zu Zeitangaben, Kondition, Ausrüstung, Proviant und Wetter. Auf unserer Homepage „Glungezer & Geier (www.glungezer.at) finden die „Inntaler“- wie die München-Venedig-Wanderer voraus aktuelle Hütten- und Wege-Infos.

 

Auf der Glungezer- und der Lizumerhütte kreuzen sich zwei große Trekkingrouten „Inntaler“ und „München-Venedig“, im Regionsgebiet des Alpenvereins Hall wie des Tourismusverbandes Hall-Wattens. Die „Inntaler-Höhen-Genusstour“ bezieht auf sechs Etappen sechs Alpenvereinshütten (Patscherkofel-, Glungezer-, Lizumer-, Weidener-, Rastkogel- und Kellerjoch-Hütte) zwischen 1800 und 2610 m in sechs Tagen mit ein. Drei Bergbahnen (Glungezer-, Patscherkofel- u. Kellerjoch Bahn) erleichtern Zustieg bzw. Abgang.

 

„Diesen 6-Tage-Höhen-Trail durch die stillen Tuxer hab ich vor drei Jahren so konzipiert, dass der Bergwanderer besondere landschaftliche Schönheiten der „Tuxer“ auf Gratwegen, in weitgehend unberührter alpiner Landschaft, durch Zirbenwälder und Almrosenfelder begehen und erleben kann, immer in Verbindung mit besonderen Hüttenerlebnissen und spezieller Hüttenkulinarik“.

So hat Glungezer-Hüttenwirt Gottfried heuer wieder neue Maßstäbe an alpinkulinarischen Köstlichkeiten typischen regionalen Angeboten und Verpflegungskombinationen kreiert, „wobei der Trend zu Bio, typischen lokalen Speisen und Zutaten auf unseren Hütten stark bemerkbar ist!“ Ganz nach dem Slogan der Alpenvereins-Initiative „So schmecken (eben) unsere Berge“.

 

Wer Lust auf Höheres hat, marschiert nicht nur über acht Jöcher, sondern kann am „Inntaler“ zusätzlich 16 Tuxer Gipfel (in Hüttennähe) besteigen und immer wieder wunderbare Ausblicke zu den Zillertaler Dreitausendern, ins Inntal und ins Karwendel genießen.

 

Gerald Aichner

aus "HALLERBLATT" Juli 2014

Kommentar schreiben

Kommentare: 0