Glungezer wird wieder jung!

Der Glungezer wird wieder jung. Wir alle sind im Alpenverein, nicht wegen der besten Freizeitversicherung (das auch), sondern weil der Alpenverein die Liebe zu den Bergen wecken und vertiefen will, das Bewusstsein für „Alpen und Natur“ und das „Bereisen der Alpen“ (laut Satzung von 1864) fördern will (d.h. heute primär Begehen). Der Alpenverein hat stets Richtungen vorgezeichnet und vor Fehlentwicklungen gemahnt.


Konkret umgelegt auf den Glungezer heißt das 2013: Der Glungezer wird wieder jung, wieder „in“. Der Alpenverein schaut darauf,

dass der Glungezer, zumindest in der Region über 2300 m, „Natur“ sein darf und unerschlossen bleiben muss;

dass der Zirbengürtel geschützt bleibt, als Naturkleinod viel mehr geschätzt wird. (Der Kugelwald ist ja inszenierte Natur, die der Zirbenwald nicht braucht);

dass das Begehen des Glungezers in jeder naturverträglichen Form möglich bleibt und gefördert wird (zu Fuß, mit Ski, als Skitour, mit Schneeschuh, Snowboard und Freestyle, etc.);

damit der Glungezer Zukunft hat.


2013. Sehr erfreulich sind heuer sehr viele verschiedene Trends festzuhalten. Der Glungezer wird wieder jung, d.h., Jugend, neue Bevölkerungsgruppen entdecken den Glungezer für ihre Freizeitaktivitäten und lernen ihn schätzen.

-        Nicht nur, dass sich die „Glungezerfüchse“ als Skitourengruppe zur Glungezerhütte verjüngt neu gründen, ohne Altersbegrenzung, auch Frauen sehr willkommen. Ansprechpartner ist Konni Gatt aus Tulfes. Da wird eine Tradition seit 1980 neu belebt.

-        Neben vielen Skifahrern, die den Naturschnee als Glungezer preisen, kommen immer mehr junge Snowboarder zum Glungezer-Park und verjüngen so den Berg.

-        Mehr Skitourengeher als je beleben den Glungezer und die Hütten.

-        Pistenskitouren zum Glungezer boomen.

-        Nachskitouren am Glungezer (MO + DI abends) nehmen stark zu, im Schnitt sind 30-40 Leute am Abend am Berg.

-        Variantenskifahrer entdecken den Berg als super Freigelände.

-        Für Freerider und Tourenfreerider ist der Glungezer ein Geheimtipp geworden (wie auch die Lizumerhütte!).

Michele Stinco und seine Partnerin Elisabeth Frey, betreiben als moderne, junge Haller Firma, in Absprache mit dem Alpenverein Hall, bei der Glungezerhütte das „www.polychrome.com“, eine innovative Hochgebirgs-Textilmaterialforschungsstation. Die in Hüttennähe aufgestellten und mit Sensoren versehenen Kleiderpuppen werden demnächst mit verschiedenen Textilien bekleidet, um diese in Langzeittests an ausgesetzter Stelle zu testen, in Zusammenarbeit mit der Univ. Innsbruck.

Michele und Elisabeth, leidenschaftliche Freerider, zum Glungezer: „Bei allem, was der Glungezer, vor unserer Haustür, an allen Flanken zu bieten hat, brauchst du nicht mehr nach Kanada zu fliegen. Ein Eldorado!“

-        Tourengeher, Snowboarder, Freerider, sie alle können bei der Glungezerhütte jederzeit ihr LVS-Training betreiben, LVS-Kurse absolvieren.
Glungezer- und Lizumerhütte sind die einzigen hoch gelegenen AV-Hütten Österreichs, die den ganzen Winter über LVS-Trainings auf den eigenen Mammut- bzw. Pieps-Suchfeldern anbieten. Das gibt es sonst nirgendwo.

-        Glungezer-Iglus, Freerider-Camps mit LVS-Training, Winterzauber 2610, Skitouren von der Glungezerhütte aus ins Viggartal, die Hochtourenüberschreitung G&G, von der Lizum zum Glungezer, sind neue tolle Angebote, die bereits Nachfrage und begeisterte Rückmeldungen gebracht haben.

-        Und im Sommer erkämpfen sich immer mehr Mountainbiker den Glungezer bis zum Tulfeinjöchl oder bis zur Glungezerhütte, (mit Abfahrt ins Viggar). Und beklettern den Glungezer am Klettersteig oder am hüttennahen Klettergarten.

-        Summa summarum: Viel mehr Jugend, sportlich sehr Aktive, Familien mit Kind und Kegel, viele neue Gruppierungen entdecken den Glungezer für sich, ihren Sport und ihre Freizeitfreuden. Sie erobern den Glungezer als Berg zu jeder Jahreszeit, in den verschiedensten Sportarten, alle naturverträglich, weil diese überwiegend zu Fuß, aus eigener Kraft, ausgeübt werden. Viele Webseiten und Videos auf Youtube zeugen davon (mehr Hinweise unter www.glungezer.at).

Für alle diese Aktivitäten müsste die Gesundheitspolitik dem Alpenverein und dem Glungezer einen „Gesundheitspreis für Gesundheitsvorsorge“ verleihen.

 

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