Mein BRIEF an Glungezer & Geier

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Hütten-Profi

Wunderbare Inntaler-Runde bis zum Kellerjoch 

Lieber Gottfried, liebe Daria, ich bedanke mich sehr für den angenehmen Aufenthalt in der vorigen Woche bei Euch in der Glungezerhütte, den ich  sehr genossen habe. Ich komme doch einigermaßen auf den Bergen herum und habe daher einen guten Überblick über viele Hütten in und um Österreich herum. Die sind alle ordentlich und bieten auf unterschiedlichen Niveaus alles, was man so braucht, die einen mehr, die anderen weniger, aber alle in einer Weise, die für eine Übernachtung und Erholung von einer Tagestour völlig ausreichend ist. Was mich zum Verfassen dieses Schreibens drängt, ist aber Folgendes:

 

Die Art, lieber Gottfried, in der Du den beiden jungen Holländern mit den 22 kg-Rucksäcken beigebracht hast, dass das so nicht geht, ist wirklich bemerkenswert, denn Du hast Deine Erfahrung nicht herablassend und besserwisserisch weitergegeben, sondern auf eine überlegt liebevolle Art, die die beiden jungen Menschen am Leben gelassen und ihnen sicher Respekt vor der Natur, aber keine Abschreckung mitgegeben hat. Du hast es offensichtlich in keiner Weise nötig, Dich auf Kosten anderer zu erhöhen und das ist heutzutage etwas Seltenes. Danke dafür.

 

Auch die Verbreitung des Wetterberichts mit den zu erwartenden Folgen war schlichtweg überzeugend. Als alter Bergfuchs kann ich Wetterprognosen auch ganz gut deuten und meine Schlüsse daraus ziehen. Deine Interpretation war aber weder belehrend oder mit erhobenem Zeigefinger vorgetragen, hat aber an Deutlichkeit nichts vermissen lassen. Wir haben die Empfehlung befolgt, nicht über den Grat entlang zum Naviser Jöchl zu eiern, sondern sind unten herum gegangen. War auch schön, wenn auch ein bisserl nass. Zwei Kollegen aus unserem nördlichen Nachbarland wollten es offenbar ganz genau wissen und sind oben drüber, haben vier Stunden lang nichts gesehen außer Nebelsuppe und einer ist knapp vor dem Jöchl prompt noch auf einer nassen Felsplatte ausgerutscht und hat sich das Knie ruiniert >> Ende der Reise. Da kann man nichts machen.

 

... ich habe die wunderbare Inntaler- Runde bis zum Kellerjoch fertig gemacht. Der Inntaler Höhenweg wird ein Highlight in unserer Bergerinnerung bleiben, dazu hat der Aufenthalt bei Euch auf der Glungezerhütte wesentlich beigetragen. Vielen Dank dafür.

Bitte macht so weiter. Das ist genau das, was die Menschheit heutzutage braucht: Profis. Ich grüße Euch sehr herzlich

Fritz Winkler, Ampass - 12.8.2014

Muss zugeben, ich bin viel im Internet unterwegs und kenne viele Webseiten die ich sonst so besuche, aber eure Seite kannte ich noch nicht! Grüße und alles Gute :-) Kai

Mo

28

Jul

2014

34*, kühl am Berg

Geierjoch Anstieg ab Lizumerhütte
Geierjoch Anstieg ab Lizumerhütte

Von Hütte zu Hütte pilgern statt hetzen

 

Wer unsere Alpenvereins-Hütten als „Herbergen“ sieht und erfährt, wird sich mit dem Begriff „pilgern“ leichter tun als jene, die von A nach B hetzen und die Hütten nur als notwendige Ess- und Schlafstätten mitnehmen.

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Mo

21

Jul

2014

Kein Gratis-Hospiz

Am Freitag 18. Juli 2014 auf der Glungezerhütte die neu errichtete Schlafhütte „TuXer“  mit den neuen Lagern „Glungezer“ und „Sonnspitz“ in Augenschein genommen und freigegeben. Am Samstag am „Geier“, über die Geierscharte (tadellos zu begehen, man kommt sehr gut zwischen den Altschneefeldern zum Gipfel), und ebenso gut weiter zum Tuxerjochhaus und über die Friesenbergscharte zum Friesenberghaus, zur Olpererhütte und zum Pfitscherjochhaus.

 

Jetzt sind alle Wegweiser und Wegetafeln ausgeapert, manche durch den Schneedruck, durch Lawinen vom Winter her beschädigt, verschoben, aus der Bodenverankerung gerissen oder geknickt; alle müssen wieder mühsam instandgesetzt, nachgefärbelt, neu befestigt, eingegraben oder gestützt werden.

Wer macht all diese Arbeiten? Die freiwilligen und ehrenamtlichen Helfer und Funktionärinnen der Alpenvereinssektionen, - hier im konkreten Fall des Alpenvereins Hall in Tirol -  die auch unsere beiden Hütten, Glungezerhütte und Lizumerhütte, bewarten, mithelfen, immer auf Vordermann bringen und halten und gerade jetzt wieder durch die neue Schlafhütte „TuXer“ eine Erweiterung und Verbesserung der Schlafmöglichkeiten am Glungezer geschaffen haben. Um das zu finanzieren, reichen die normalen Mitgliedsbeiträge des AV bei weitem nicht aus. Zusätzlich müssen unsere Sektionsmitglieder über Spenden, Postkartenaktionen, Veranstaltungen finanzielle Mittel auftreiben und selbst mithelfen.

 

 

Ein Teil der Geldmittel kommt auch über den Hüttennächtigungstarif der Hüttengäste herein, sowie über die Pachterträge. Damit ein Pächter diese Pachtkosten überhaupt erwirtschaften kann, braucht er Einnahmen, die aus „Küche und Keller“ kommen, also aus Frühstück, Mittagessen, Jause, Abendessen, Halbpension, Proviant und Getränken. Das sei hier einfach einmal klar niedergeschrieben für all jene, die das nicht wissen (können) und sich auch keinerlei Gedanken machen, wie die Infrastruktur in den Alpen funktioniert, erhalten und erneuert werden kann. Die öffentlichen Gelder machen nur einen kleinen Teil der Förderung aus, das allermeiste kommt von den Alpenvereinssektionen und den Mitgliedern der hüttenbesitzenden Sektionen – zum Nutzen aller Benützer.

 

In diesem Lichte der Betrachtung sind die sinnlosen, zeitaufwändigen Diskussionen mit den „Selbstversorgern“ nicht nur mühsam, meist erfolglos, sondern häufig auch ärgerlich, wenn oft nur aus Prinzip, Sturheit und Uneinsichtigkeit darauf bestanden wird. Auch wenn es - die noch nie zu Ende diskutierte und novellierte Hüttenordnung und Hüttentarifordnung der Alpenvereine - „erlaubt“, weil sich die Hauptvereine mit diesem Problem nicht wirklich auseinandersetzen woll(t)en und die ganze Problematik einfach an den Letzten – den die Hunde beißen – auslagert, sprich, an den Hüttenwirt.

 

Denkt ein Selbstversorger darüber nach, dass zB eine Reparatur auf einer alpinen Schutzhütte allein durch die meist sehr langen Anfahrtswege und Aufstiegsstunden meist bis zum Doppelten einer Reparatur im Tal kostet? Oder ein einziger Toilettengang bis zu 5 Euro ! kostet?

Wer von München nach Venedig fährt, muss Benzin oder eine Bahnkarte bezahlen. Schwarzfahren kostet noch mehr. Nur Autostopp gibts zum Nulltarif. Wer über die Alpen wandern will, muss einfach mit gewissen Kosten für Schlafen und Essen rechnen. Es erscheint mir absolut unfair und systemwidrig, wenn sich die Leute aus einem Supermarkt im Tal den Essensvorrat für eine Woche eindecken, jedoch für jede weitere selbstverständliche wie komfortable Infrastruktur keinen Obolus entrichten wollen oder gar dem Hüttenwirt noch einen besonderen Satz hinschleudern (wie jüngst passiert): „Wir haben unser eigenes qualitatives hochwertiges regionales Essen selber mitgebracht".

 

Liebe Hüttengäste, das führt die Grundidee ad absurdum. Alpenvereinshütten sind keine Gratis-Hospize, können und werden es auch nicht sein, weil sich keine kleine oder größere Gemeinschaft finden wird, die anderen alles kostenlos zur Verfügung stellt. Das ist Abzocke, Ausnützen anderer, die dafür ihren Beitrag leisten, Schmarotzen zu Lasten anderer, die bezahlen. Ein absolutes „no go!“. Das alles betrifft nicht Kinder, nicht Jugendliche und absolut nicht jene Einzelnen, die schlicht kein Geld haben, denen die Hüttenwirte gerne ein Bergsteigeressen spendieren.

Wenn man dann die Ausrüstung betrachtet, springen einen Smartphone, I-pad, Kameraausrüstung, teure Marken-Oberbekleidung etc. ins Auge.

 

Man kann es drehen und wenden wie man will, bei genauer und fairer Betrachtung ist das überholte Privileg der reinen Selbstversorgung auf Kat.I-Hütten ein no go, das immer zu Lasten anderer ausgeht. Der Einnahmenentfall wird dem Hüttenwirt weder von der Hüttensektion, noch von den eigenen Mitgliedern noch von den Gesamtvereinen ersetzt, wie manche irrtümlich glauben. Und ist auch nicht im eigenen AV-Mitgliedsbeitrag „enthalten“.

Einfach so zur Aufklärung geschrieben, vielleicht auch zum nach-Denken.    

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So

20

Jul

2014

Liebesgrüße aus New York

Glungezerhütte, die Nr. 1

 

Katy, Mary, Chris und ich (Georg) waren bei Dir am 23. Juni 2014. Es regnete in Strömen und wir durften einen herrlichen Nachmittag und einen tollen Abend in der Hütte verbringen. Unsere Route ging von Hall nach Cortina und jetzt, da wir wieder zu Hause sind, kann ich mit Bestimmtheit sagen, die Glungezer war die Nummer Eins!!! Wir kommen wieder. 
Mit den besten Grüßen aus New York und Wünschen für eine tolle Sommer Saison
Georg & Katy, aus New York
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So

20

Jul

2014

Glungezerhütte "TuXer"

neue Schlafhütte "TuXer"
neue Schlafhütte "TuXer"

Neue Schlafhütte „TuXer“ der Glungezerhütte

 

Im 130. Jahr seines Bestehens hat der Alpenverein Hall i.T. die Nächtigungs-möglichkeiten in der Glungezerhütte2610 um die Schlafhütte „TuXer“ erweitert. Nach kurzer Bauphase ist der Zubau zur Hütte bereits fertiggestellt und voll in Beschlag genommen worden. Damit hat sich auch eine Terrassenvergrößerung ergeben, die nun als neue Panorama-Terrasse, mit Blick auf die Stubaier und den Patscherkofel „hinunter“, einlädt. Die beiden neuen Zimmerlager „Glungezer“ und „Sonnspitz“ bieten gemütlich 18 Schlafplätze.

 

Nach Plänen von Architekt DI Simon Unterberger hat „Holzbau Fischler“ die Hütte in Fertigbauweise errichtet, die Boden-, Wand- und Deckenelemente wurden von Wucher-Helicopter zum Glungezer geflogen. Die Tiefbaufirma HTB hat das Fundament wegen des Permafrostes mit 6 m tief gesetzten Ankern abgesichert. Türen und Fenster fertigte die Tischlerei Steiner, Fa. Anker die Verdachung.

 

Alpenverein-Vorsitzender Gerald Aichner: „Die Erweiterung war dringend notwendig geworden, weil unsere ‚alpin-classic-route seven tuxer summits’ vom Glungezer in die Lizum im Rahmen der Via Alpina immer beliebter wird. Auch der Inntaler-Höhenweg, von Tulfes oder Igls über Glungezer zum Kellerjoch, verzeichnet deutlich mehr Bergwanderer von Hütte zu Hütte. Dafür waren die Schlafmöglichkeiten im Altbau der Glungezerhütte einfach zu beschränkt und nicht weiter ausbaufähig.“ Bauen auf 2610m Höhe ist immer eine große Herausforderung, wegen der Witterung, der Materialanlieferung, Verarbeitung, der Transporte. „Wir hatten heuer schon Blitzschäden, Schäden durch Permafrost an der Wasserleitung, am Elektrokabel, die schnellstens behoben werden mussten, um den Hüttenbetrieb zu sichern. So mussten die Holzfertigteile, Kabeltrommel, Kleinbagger (Erdbau Angerer) und Kompressor mit dem Heli zur Hütte geflogen werden.“

 

Die schlichte Schlafhütte „Tuxer“ wurde vom Architekten behutsam an den Prachensky-Altbau von 1935 angedockt, um den Gesamteindruck der Hütte zu betonen und zu erhalten. „Mit 2014 und dem Zubau beginnt für die Glungezerhütte eine neue Epoche als höchstgelegene OeAV-Gipfelhütte Nordtirols, zum Wohl und Nutzen der Bergwanderer.“

Gerald Aichner

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Mi

09

Jul

2014

"Inntaler"-Höhenweg

Was mag wohl zwei Ehepaare aus New York und Kalifornien veranlasst haben, heuer Ende Juni nach Innsbruck zu fliegen, um den „Inntaler Höhenweg“ zu begehen? Sie hatten nach einer leichten Trekkingtour für ca. eine Woche in den Alpen gegoogelt, der erste Treffer offerierte ihnen den „Inntaler“. Wie gegoogelt so getan, genauso wie es ein Schweizer Paar und zwei finnische Familien heuer schon gemacht haben. In Hüttengesprächen und Gästebüchern schwärmten sie von der wunderbaren alpinen Landschaft, der guten Machbarkeit, den freundlichen Hütten(-wirten und Teams) und gemütlichen Hüttenaufenthalten mit allerbester Verköstigung, dem guten Wegenetz.

 

„Inntaler“-Trekking zeigt sich heuer sehr international, es waren heuer auch Deutsche, Skandinavier, Holländer, Mexikaner und US-Boys rund um „Glungezer & Geier“ unterwegs. Es muss also etwas dran sein an dieser einwöchigen Trekkingtour hoch über’m Inntal, zwischen Patscherkofel – Glungezer – Lizum und Kellerjoch.

Für sehr viele „Inntaler“-Geher beginnt  der Einstieg mit dem Aufstieg von Hall/Tulfes (Glungezerbahn) zur ersten Hüttennächtigung auf der Glungezerhütte, andere gehen sich vom Patscherkofel her ein. Die meisten sind alpintaugliche Geher, die auch die Herausforderung der Gratüberschreitung von der Glungezerhütte über die „seven Tuxer summits“ zur Lizumerhütte gut und sicher meistern, allenfalls sie umgehen. Sie geben (und verlassen sich) sehr viel auf die konkreten Ratschläge der Hüttenwirte zu Zeitangaben, Kondition, Ausrüstung, Proviant und Wetter. Auf unserer Homepage „Glungezer & Geier (www.glungezer.at) finden die „Inntaler“- wie die München-Venedig-Wanderer voraus aktuelle Hütten- und Wege-Infos.

 

Auf der Glungezer- und der Lizumerhütte kreuzen sich zwei große Trekkingrouten „Inntaler“ und „München-Venedig“, im Regionsgebiet des Alpenvereins Hall wie des Tourismusverbandes Hall-Wattens. Die „Inntaler-Höhen-Genusstour“ bezieht auf sechs Etappen sechs Alpenvereinshütten (Patscherkofel-, Glungezer-, Lizumer-, Weidener-, Rastkogel- und Kellerjoch-Hütte) zwischen 1800 und 2610 m in sechs Tagen mit ein. Drei Bergbahnen (Glungezer-, Patscherkofel- u. Kellerjoch Bahn) erleichtern Zustieg bzw. Abgang.

 

„Diesen 6-Tage-Höhen-Trail durch die stillen Tuxer hab ich vor drei Jahren so konzipiert, dass der Bergwanderer besondere landschaftliche Schönheiten der „Tuxer“ auf Gratwegen, in weitgehend unberührter alpiner Landschaft, durch Zirbenwälder und Almrosenfelder begehen und erleben kann, immer in Verbindung mit besonderen Hüttenerlebnissen und spezieller Hüttenkulinarik“.

So hat Glungezer-Hüttenwirt Gottfried heuer wieder neue Maßstäbe an alpinkulinarischen Köstlichkeiten typischen regionalen Angeboten und Verpflegungskombinationen kreiert, „wobei der Trend zu Bio, typischen lokalen Speisen und Zutaten auf unseren Hütten stark bemerkbar ist!“ Ganz nach dem Slogan der Alpenvereins-Initiative „So schmecken (eben) unsere Berge“.

 

Wer Lust auf Höheres hat, marschiert nicht nur über acht Jöcher, sondern kann am „Inntaler“ zusätzlich 16 Tuxer Gipfel (in Hüttennähe) besteigen und immer wieder wunderbare Ausblicke zu den Zillertaler Dreitausendern, ins Inntal und ins Karwendel genießen.

 

Gerald Aichner

aus "HALLERBLATT" Juli 2014

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So

27

Apr

2014

"130" - die Highlights

130 Jahre Alpenverein Hall - Die Highlights

Der Bogen des Festprogramms "130 Jahre Alpenverein Hall" am 25./26. April 2014 im Kurhaus Hall spannte sich von Ausstellung, über Glocknerfilme mit den Iseltaler Blechbläsern bis zum Festabend, den Franz Posch & die Innbrüggerl" musikalisch und "Luis von Ulten" kabarettistisch glanzvoll gestalteten.

 

Nach der 130. Hauptversammlung eröffneten Halls Bürgermeisterin LAbg. Dr. Eva Maria Posch und AV-Vorsitzender Gerald Aichner die Ausstellung „Alpenverein - Wege ins Freie". Landesrat Mag. Johannes Tratter, Nat.-Rats-Abg. Hermann Gahr und Dr. Michael Brandl, Tirol Werbung, waren unter den ersten interessierten Besuchern. 

 

Das "Iseltaler Blechbläserensemble“ unter Leitung von Martin Gratz, Vize-Bgmstr. von Kals, präsentierten die eindrucksvoll Filmperformance "Mythos Großglockner" mit etlichen Glockner-Filmen, wozu die acht Musiker die Filmmusik in herausragender Qualität live spielten. Höhepunkt war die historische Verfilmung der Erstbesteigung des Stüdl-Grats zum Glockner anno 1864. Ein filmisches und musikalisches Highlight des Eröffnungsabends, an dem zahlreiche AV-Mitglieder noch lange in Gespräche vertieft waren.

 

Am Jubiläumsfestabend "130 Jahre Alpenverein Hall" sorgten die Stargäste "Franz Posch & Innbrüggler" für musikalischen Hochgenuss. „Luis von Ulten“, vulgo von Manni Zöschg, strapazierte mit seinen Kabaretteinlagen zu "Oschpile Alpenverein" die Lachmuskeln der vielen Gäste im vollen Kurhaussaal extrem.

 

Zahlreiche Ehrengäste gaben dem Alpenverein die Ehre, Halls 1. Bürgermeister-Stellvertreter Werner Nuding, 2. Bgm-StV. Gerhard Mimm, die Stadträtinnen Sabine Kolbitsch und Dr. Tina Haslwanter, Gem.-Rätin Maria Meister, Bürgermeister Dr. Peter Hanser von Mils, sowie OeAV-Vizepräsident Walter Wegscheider.

 

Im Rahmen der Edelweiß-Ehrung konnte die Sektion viele treue Mitglieder für 25, 40, 50 und 60 Jahre AV-Mitgliedschaft auszeichnen und ihnen ihre Edelweiß-Auszeichnung und Ehrengeschenke überreichen.

In einer bunten Fotoshow ließ der Haller Alpenverein seine 130-jährige Geschichte "1884 - 2014" Revue passieren.

Gerald Aichner

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Mo

14

Apr

2014

Zum "130": Glockner-Filme

Iseltaler Blechbläser
Iseltaler Blechbläser

130 Jahre Alpenverein HALL

25. April. Hall Kurhaus 
Ausstellung "Alpenverein - Wege ins Freie“


Glockner-FILM-Performance & „Iseltaler Blechbläserensemble“ mit Filmmusik live zu "
Stüdlgrat - Erstbesteigung 1864" - "Feuer und Eis" - "Friede-Freiheit-Fairness"

FESTABEND 130 Jahre Alpenverein Hall am 26.4. im Kurhaus

Stargäste:  Franz Posch & Innbrüggler
" und „Luis von Ulten“ - "Oschpile Alpenverein"

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Mi

05

Mär

2014

Näher zum Berg

„Den Menschen die Berge näher bringen“

 Alpenverein Hall „130“, was heißt das im Alltag?

 

Der Spannungsbogen, der alle ehrenamtlichen Funktionäre/innen - das 40-köpfige Team von Ausschuss, Trainern, Tourenführern und Geschäftsstelle - das ganze Jahr auf Trab hält, um „den Menschen die Berge näher zu bringen“, reicht im ABC von Ausschuss über Glungezerhütte, Klettern, Lizumerhütte bis Zirbe.

 

Ausschuss: Monatlich wird in Vorstand, Ausschuss und jour fixe Aktuelles beraten und beschlossen, wird Finanzcontrolling gemacht, werden in der Geschäftsstelle Mitglieder betreut, Alpin- und Kletter-Kurse abgewickelt.

 

Bücherei: Die öffentliche Alpenvereinsbücherei, mit Büchern, Karten, Tirolensien, steht in der Schulgasse 6 Allen offen.

 

Chronik 1884-2014 ist in Ausarbeitung.

 

Edelweiß-Ehrung: Auch heuer werden wir viele Mitglieder für ihre langjährige Treue (bis zu 60 Jahre) im Alpenverein Hall bei der 130-Jahrfeier am 26. April auszeichnen.

 

Feedback der Mitglieder ist uns sehr wichtig, über Hütten, Steige, Klettergärten, über Service und Touren.

 

Glungezerhütte2610: Durch ihre Höhenlage und Exponiertheit gilt dieser fast ganzjährig geöffneten Hütte größtes Augenmerk; wenn es zB der Föhnorkan mit bis zu 274 (gemessenen) km/h über die Hütte tobt, dass alle Balken ächzen, und sich niemand mehr aus der Hütte hinaustraut.

 

„Hüttenkochbuch“: „Bergrezepte und alpine Lebensart“ beschreibt dieses neue Buch im BLV-Verlag, auch am Beispiel unserer Lizumerhütte.

 

„Inntaler Höhenweg“, vom Patscherkofel über Glungezer-, Lizumerhütte zum Kellerjoch, in 6 Tagen über 6 Hütten hoch überm Inntal, hat sich in kurzer Zeit zur beliebten alpinen Höhentour entwickelt.

 

Klettern: Kürzlich hat sich ein junger Boulderer gemeldet, der freiwillig die Bouldergriffe reinigen, austauschen und ergänzen möchte, um die Boulderräume noch attraktiver zu machen. Toll!

 

Lizumerhütte und Lizum: Was tun, wenn ohne Vorwarnung in der Hauptsaison von 03:00 bis 05:00 Uhr aus allen Rohren und Kanonen höllisch laut geschossen wird? Nerven bewahren, die Gäste beruhigen, und Verbündete suchen, die sich für die Einhaltung des Übergabevertrags und der Schießordnung einsetzen. „Die Lizumerhütte zählt, laut Eugen Hüsler’s gleichnamigem Buch (Bruckmann Verlag) zu den schönsten Wanderhütten der Alpen“.

 

Mitglieder: Die Sektion Hall hat ca. 4200 Mitglieder, der Landesverband Tirol 97.000, der Gesamtverein 470.000. Heuer peilen wir die 4.500 Marke an, in Tirol die 100.000, im Gesamtverein die 500.000.

 

„Neuner-Runde“ heißt der alternative neue Zustieg von Tulfein – Zirbenweg  - Neunerspitze - zur Glungezerhütte.

 

Remise: Seit 20 Jahren kämpft die Sektion um eine indoor-Klettermöglichkeit, nun zeichnet sich möglicherweise ein Silberstreif ab.

 

Zirbe: Heuer plant die Sektion wieder eine Zirben-Aufforstungsaktion in einer Gemeinde unseres Arbeitsgebietes.

 

Kurz eine Riesenpalette an Aufgaben und Verwaltung für „die Alpenvereins-Sektion“, die Mitglieder, das Bergerleben, für Hütten, Wege, Steige, Klettergärten, Tourismus, die weit in die Gesellschaft hineinreichen und wirken. Und auch ständige Kontakte, Hearings und Interventionen mit der Politik in Stadt und Land erfordern. Einzig getragen vom Ziel und der Bereitschaft, „den Menschen die Berge näher zu bringen“!

 

Für das Alpenvereins-Team Hall

Gerald Aichner

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Sa

01

Mär

2014

1964: Glungezer Flugzeugkatastrophe

Wrack am Osthang
Wrack am Osthang
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Mo

24

Feb

2014

Föhnorkan

Sturmumtoste Glungezerhütte
Sturmumtoste Glungezerhütte

Föhnorkan sturmumtost

 

Im Winter 2013/14 verzeichnet der Glungezer extrem viele Föhntage. Zuletzt war es etwa im Winter 2000 so.

Die Glungezerhütte liegt sehr exponiert am Grat hingeduckt, und doch sehr windausgesetzt und hat in diesem Winter unter extremen Wetter/Wind-Bedingungen zu leiden.

Am 15. Feber wurde Hüttenwirt Gottfried daher von ORF Radio Tirol dazu live in Sendung interviewt.

Moderator: Die Glungezerhütte ist seit 7. Dez. 2013 wieder offen. Viele Tage ohne Wind wird es heuer nicht gegeben haben?

Gottfried: Das ist richtig, etwa fünf Tage waren bisher ohne Wind. Aber wir kennen das, der Glungezer ist sehr dem Wind ausgesetzt, mehr wie der Patscherkofel, weil er höher ist. Wir sind froh, dass wir bisher keine Schäden haben, dass alles passt. Es gibt immer wieder Leute, die das Naturschauspiel da heroben live erleben möchten und die dann Gott-sei-dank doch heraufkommen.

Mod.: Ihr habt ja eine kleine Wetterstation heroben, was waren die Spitzengeschwindigkeiten heuer?

Gottfried: Wir hatten im Feber einmal 274 km/h. Da ist es dann so, dass das Dach schon sehr vibriert . Wir müssen dann immer wieder hinausgehen und schauen, ob keine Schäden entstanden- sind, soweit wir aber überhaupt vor die Türe hinaus kommen, weil bei 270 km/h ist es doch besser, wenn man in der Hütte bleibt, weil der Wind dann so extrem ist, dass es einen umwirft.

Mod.: Der Schnee, ist der auch weggeblasen?

Gottfried: Auf der Südseite in der Senke ist es voll eingeblasen, der Grat ist frei. In den Rinnen Richtung Tulfein-Tulfes da bläst es den Schnee hinein. Das zeichnet ja den Glungezer seit Jahrzehnten aus, dass man immer hinunterfahren kann, außerhalb der Rinnen ist es derzeit wie anfangs November.

Mod.: Gottfried, Du klingst aber gar nicht so genervt oder gestresst?

Gottfried: Nein, das ist die Natur. Auf der einen Seite ist es schon belastend, wenn einem drei, vier Tage der Sturm um die Ohren pfeift; auf der anderen Seite ist es aber auch wieder eine gemütliche Zeit zum Entspannen. Da können wir unsere Batterien wieder auftanken. Wir hoffen, so wie viele Tourengeher, dass es doch noch einen gscheiten Schnee abgibt und schöne Tourenverhältnisse!

Mod.: Ich wünsch Euch auf der Glungezerhütte einen schönen Tag, Alles Gute!

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Fr

07

Feb

2014

130 Jahre AV Hall

Der Alpenverein Hall in Tirol blickt heuer auf sein 130-jähriges Bestehen und Wirken zurück. Im Jahr 1884 von 22 Idealisten als 104. Section des DuOeAV gegründet, zählt die eigenständige Sektion Hall heute ca 4.200 Mitglieder in Hall und Umgebung.

Unser Einzugs- und Zuständigkeitsgebiet in der Region Hall reicht von Absam, Thaur, Mils über Gnadenwald bis Tulfes, Rinn und Ampass.

Hier betreuen wir alle Alpenvereinsmitglieder mit bestmöglichem Service in allen Belangen in unserer AV-Geschäftsstelle Schulgasse 6 (Hof im Bezirksgericht). Wir betreiben hier die öffentliche Alpinbücherei (für Jedermann), halten die ca. 80 km AV-Wege und Steige in Schuss, kümmern uns um den alpinen Naturschutz. Unsere zwei sehr schwierig zu bewirtschaftenden Schutzhütten, Glungezerhütte2610 und Lizumerhütte2019, sowie das Familien- und Jugendbergheim Tollingerhütte, stellen wir nicht nur den Mitgliedern, sondern der Allgemeinheit und besonders dem Sommer- wie Wintertourismus in Tirol als qualifizierte alpine Stützpunkte, Ausbildungs- und Trekkinghütten zur Verfügung.

 

Der Alpenverein Hall ist eine Sektion mit eigenem Statut innerhalb des Gesamt-Alpenvereins OeAV und die drittgrößte Sektion in Tirol (mit ca. 97.000 Mitgliedern). Nach der jüngsten IMAD-Umfrage unter Mitgliedern und Nichtmitgliedern genießt der Alpenverein hohen Stellenwert. Die drei Hauptmotive für den Beitritt zum OeAV und zum Verbleib sind Bergsportaktivitäten (daher mit der Weltweit-Freizeitversicherung), die Hütten/Wege und der alpine Naturschutz. Um diese Erwartungen und hohen Ansprüche auch im (gesellschafts-) politischen Umfeld wahrnehmen und betreiben zu können, würden wir uns wünschen, wenn sich noch mehr Interessierte und Unterstützer zum Alpenverein aktiv bekennen würden.

 

Der Alpenverein Hall ist heute mehr als ein Verein
Ziele und Aufgaben der AV-Sektion Hall sind in ihrem Grundanliegen gleich wie 1884, ein Zeichen, dass diese zeitlos aktuell, sinnstiftend und gemeinschaftsfördernd-sozial wirken. Dafür dankt der Alpenverein Hall Allen, die bisher und derzeit unsere Mitglieder sind. Sie unterstützen ganz wesentlich die Erhaltung der Wege und unsere Glungezer- und Lizumer- Hütte, unser Engagement für den Naturschutz, die Jugendbetreuung, die sieben Alpenvereins-Klettergärten im Halltal, die Klettersteige am Hundskopf und Glungezer, sowie die Bemühungen um Realisierung einer permanenten indoor-Kletteranlage in Hall.

 

Das Jubiläumsjahr 130 Jahre Alpenverein Hall wird die Sektion mit bergsportlichen Aktivitäten, festlichen, wie informell und unterhaltenden Veranstaltungen begehen und ladet dazu heute schon Mitglieder, Interessenten und Freunde ein.

Am 25. April wird im Kurhaus die Jubiläums-Ausstellung Alpenverein gestern und heute eröffnet.

Am 26. April werden zur 130. Hauptversammlung Franz Posch & die Innbrüggler sowie Manfred Zöschg alias Luis aus Südtirol den Unterhaltungsabend mitgestalten.

 

Gerald Aichner

1. Vorsitzender Alpenverein Hall in Tirol und Alpenverein Tirol

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Fr

03

Jan

2014

Textil-Test-Labor

ZDF Doku: Dreh bei der Glungezerhütte
ZDF Doku: Dreh bei der Glungezerhütte

ZDF-Doku "Auf dem Dach Europas" -


"Höchstes Textilforschungslabor der Welt polychromeLab Glungezerhütte2610" 

hier das ZDF-Video  vom 2.1.2014 (bei ca.15 Min): 
zum VIDEO


Exzellent gefilmter sehr notwendig-nachdenkenswerter Film, Beitrag polychrome Glungezerhütte sehr klar; schöne Aufnahme, toll!

Gratuliere Michele & Lisa!

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Di

24

Dez

2013

Skitour!

Austria Skitouren Festival Lienz

Dez. 2013


Patronanz OeAV

Impulsreferat

 

 

Skitour – das lässt sich nicht mit Worten beschreiben, man muss sie selbst erleben.

Skitour – das weckt sofort wunderbare Bilder im Kopf von Pulverschnee und Sonne, Spuren, rythmisches Gehen & Gleiten, Einklang von Bewegung mit Natur – & vieles mehr.

 

Skitour – das ist kein neuer Trend, sondern die Urform des Skilaufs, ohne Aufstieg keine Abfahrt, ohne die eigene körperliche Anstrengung gäbe es keine Gipfelfreude (nicht „Sieg“) und kein rassiges Abfahrtserlebnis.

 

Als eine der ersten Skitourengeher vor fast 120 Jahren, (im Feber 1895) eine Skitour von Hall über die Lizum im Wattental ins Navistal unternehmen, haben droben am höchsten Joch - Zitat: „einige Schneeschuhläufer aus momentanen Antrieb ihrer Freude durch einen hellen Juchezer Ausdruck verliehen“ ! (Zitat aus dem Alpenfreund, 1895)

 

Wie weit haben wir uns heute davon entfernt? Heute belagern Massen an Tourenläufern  - es gibt kaum noch Touren-„Geher“ – die wenigen Parkplätze an den Hotspots der klassischen Tourengebiete in Nord- und Osttirol, stürmen Kolonnen in Zweier- und Dreierreihen kerzengerade bergan, zuzeln zwischendurch mal kurz an irgendeinem sog. Muntermachergetränk, stoppen die Stoppuhr, ersparen sich dank Funktionskleidung das lästige Umziehen im schneidigen Gipfelwind, schalten die Helmkamera ein und stürzen sich, ohne das Panorama eines Blickes zu würdigen, gleich wieder ebenso cool wie stressig ins Tal.

 

Ich erlebe diese Entwicklung seit Jahrzehnten gleichsam Tag für Tag, heute auch Nacht für Nacht, vor meiner Alpenvereins-Hütte.

Und doch!:  Es muss etwas Besonderes sein, dieses Skitourengehen, sonst würden sich nicht immer mehr dieser „Bewegung“ - im wahren Sinne des Wortes - anschließen,

würden Seilbahnsprecher und Liftbetreiber nicht so beharrlich die Tourengeher zum Feindbild erklären

würden nicht Seilbahner, um auf diesen Trend aufzuspringen, sogar eigene Bahnen für die Tourengeher planen oder bauen – siehe Piz Val Gronda, immer noch in der irrigen Meinung, damit die Tourengeher von ihrer Leidenschaft abhalten oder umleiten zu können.

Weit gefehlt - verkehrt gedacht - das Geheimnis des Tourengehens nicht begreifend, die Motive nicht realisierend.

 

Wer Gehen will, braucht keinen Motor.

Wer Tourengehen will, braucht keinen Lift.

Wer Skitouren erleben will, braucht nur ein Paar Ski, Ausdauer, körperliche Fitness ... und das entsprechende Gelände.

 

Weil das so einfach ist, der Alltag für viele Menschen aber immer beschwerlicher, stressiger, angespannter ist, ziehen immer mehr die Reißleine, um sich selbst gezielt zu verlangsamen - auf Skitour – quasi wie in einem Fitness-Studio im Freien.

 

Viele andere versuchen das Gleiche aus den gleichen Motiven bei Hüttentrekking oder auf Pilgerwegen :

Aus dem Motiv der Entschleunigung, des mehr- zur Ruhe-Kommens

des Erlebens seiner selbst und seines Körpers, das sich als Wohltat für Seele und Geist entpuppt

des Wahrnehmens und hautnahen Erlebens der Natur, von Kälte, Schnee, Sonne, ganz eigenen leisen Geräuschen im Wald, von Einsamkeit wie auch von Gemeinschaft & Geselligkeit,

 

Kurzum: in dieser Palette positiver Empfindungen und Erfahrungen, trotz Anstrengung, wohltuende Beglückung und Befriedigung des eigenen ICHS zu erfahren.

 

Das ist die eine Seite, die auch eine andere bedingt:

 

Mit dieser Sportart direkt verknüpft ist aus Sicht des Alpenvereins auch ein klares Bekenntnis gegen weitere technische Er- und Über-Erschließung unberührter Naturräume  wie Schlick – Lizum oder Sillian – Sexten  - dem wahren Kapital unseres Erfolgsprodukts Tourismus.

 

Wo sich immer mehr Wintersportler in Wald und Gebirge, aber auch auf Pisten und bei Nacht, bewegen, bleiben Konflikte mit anderen Naturnutzern, mit Forst, Jagd, Agrar- und Grundeigentümern, nicht aus. Verbote allein nützen nichts. Hier sind wir alle aufgefordert, auch dafür sensibel zu werden und gemeinsam nach Lösungen zu suchen – der Alpenverein bietet sich dafür als Partner an.

Mit gutem Willen und Einsicht lassen sich solche Konflikte zufriedenstellend lösen. Ich nenne nur als Beispiele Skitourenlenkung im Karwendel, im Wattental, in Obernberg, Valsertal oder im Brixental.

 

Oder der Bereich des Pistentourengehens, - Nachtskitouren inbegriffen - der geradezu boomt und sich noch weiter steigern wird: Hier werden wir individuelle Lösungen für die einzelnen Gebiete suchen und finden müssen, damit wir uns nicht in einem Skitourenkrieg wieder finden.

Generelle Verbote fürs Pistentourengehen sind genauso wenig sinnvoll, wie tageweise Sperren. Zusammensetzen und in Kooperation gemeinsam nach tragbaren Lösungen suchen, muss die Devise für beide Seiten lauten. Der Alpenverein ist dabei!

 

In diesem Sinne wünscht der Alpenverein dem Skitouren Festival nach einem guten Start eine gute Zukunft im Interesse all jener, die diesen Wintersport als aktives Bergerlebnis zu Tausenden ausüben.“

 

Gerald Aichner,

OeAV Landesverband Tirol, 1. Vorsitzender

Dezember 2013

www.alpenveren.at/tirol

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Mi

11

Dez

2013

GlungezerSkiTour

Foto: OeAV/MMelcher
Foto: OeAV/MMelcher

Tourengeher sind für den Glungezer wichtig


„Tourengeher sind bei der Glungezerbahn sehr willkommen, sie sind wichtig am Berg!“, erklärte Halls Vizebürgermeister Werner Nuding in seiner Funktion als Obmann des Tourismusverbandes Region Hall-Wattens und als Geschäftsführer der Glungezerbahn wörtlich bei der Vollversammlung des TVB am 14. Nov. 2013 in Absam.

Diese Aussage ist aus Sicht des Alpenvereins Hall höchst erfreulich, war dies doch in den letzten Jahren nicht immer ohne Probleme. Bei der Glungezerbahn ist die Gemeinde Tulfes voll haftender Gesellschafter, der TVB Hall und die Agrargemeinschaft Tulfes sind Kommanditisten. Der Alpenverein Hall ist Mitglied des Tourismusverbandes und somit sind seine 4200 Mitglieder gleichsam Miteigentümer der Glungezerbahn.

 

Zur Zukunft der Glungezerbahn und deren großen Bedeutung für die gesamte Tourismusregion Hall-Wattens, aber auch für den heimischen Skisport und Skinachwuchs ist Obmann Werner Nuding überzeugt, dass einer zeitnahen Erneuerung der ersten Sektion von der Talstation bis zur Mittelstation Halsmarter eine enorme Bedeutung zukommt: „Der Skiberg Glungezer genießt ein hohe Beliebtheit bei Gästen und Einheimischen. Die Erneuerung des Doppelsessellifts in eine moderne Kabinenbahn wäre ein  wichtiges Zeichen für die Zukunft für die gesamte Region.“

 

Die Glungezerbahn müsse weiter betrieben werden, der TVB stehe voll dahinter. Es sei jetzt wichtig, den Glungezer zu stärken, vorgesehen wäre, 2015 den ersten Abschnitt zu erneuern. Insgesamt müsse der Glungezer als Berg noch familienfreundlicher werden, so Nuding.

 

Nachtskitourengehen bringe Interessenskonflikte zwischen dieser Gruppe und den Tagesgästen, die auch am Morgen eine gut präparierte Piste haben wollen. Die Glungezerbahn sei zufrieden mit der Frequenz, das Freizeitticket bringe viel Frequenz, damit werde der Glungezer belebt. Auch der Umsatz konnte von 2011 auf 12 gesteigert werden.

 

Obmann Werner Nuding bedankte sich auch beim Alpenverein für  die geleistete Arbeit am Glungezer und für die Betreuung und Instandhaltung der Bergwege.

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So

08

Dez

2013

BergSilvester Glungezerhütte

Silvestermenü 2013/14

der Glungezerhütte

*

Kürbisschaumsuppe  mit Grasmmelnockerl

*

Tagliatelle mit Safranbutter und Alpenzander im Speckmantel

*

Zweierlei Filet mit Waldpilzen und Rahmpolenta

*

Lebkuchenparfait mit Wildbeerragout und Glühweinsabayon

*

Menü 35 € . Mit Nächtigung & Vitalfrühstück 49 € (AV-Mitglieder)

Mitternacht-Bergfeuer auf der Sonnenspitze

*  

1. Jänner 2014

Neujahrsempfang für alle Glungezerhüttentourengeher/innen in der Glungezerhütte mit Punsch 

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Mi

04

Dez

2013

lawinen update

Alpenverein LAWINEN UPDATE  für Tourengeher, Snowboarder & Freerider: Risiken einschätzen lernen

Am Freitag 6. Dez. präsentierte der Alpenverein Hall im Kurhaus Hall zum 13. Mal sein Lawinen update.

Michael LARCHER, Leiter des Referats Bergsport im OeAV, Bergführer und gerichtlich beeid. Sachverständiger, informierte über den aktuellen Stand von stop or go [2014], Lawinenvorbeugung, und über das neue Alpenverein-Tourenportal www.alpenvereinaktiv.com

Reinhold SCHERER, Erfolgstrainer des Alpenverein-Kletterteams, zeigte seinen Film über "Von Skitouren zu Steilwandfahrten" und behandelte "Sicherheit & Risiko bei Extrem_Skitouren"

Am INFO POINT im Kurhaus präsentierten sich der
Haller Alpenverein, der Alpenverein-shop, die Glungezerhütte & die Lizumerhütte, die Tourismusregion Hall - Wattens und das Textil-Hochgebirgsforschungslabor 
polychromeLab2610 Glungezerhütte
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Mi

30

Okt

2013

Schönste Alpenhütte

"Schönste Hütte der Alpen" 

Am 1. Aug. 2013 startete eine siebenköpfige Frauengruppe am Marienplatz in München, um nach 28 Tagen auf dem „Traumpfad“  den Markusplatz in Venedig zu erreichen. Während vier von uns wegen  offener Blasen an den Fersen den Weg zur Glungezer Hütte nicht gehen konnten, hatten die anderen drei am 7. Aug. mehrfach Glück:

-          Nach dem Aufstieg auf dem Panoramaweg, auf dem ein böiger, immer kälter werdender Wind uns fast umgeblasen hätte: der freundliche Empfang in der warmen, urgemütlichen Hütte!

-          Superleckeres Essen – nicht nur für den Gaumen, sondern auch fürs Auge – und auch etwas für Vegetarier!

-          Ein kleines, schnuggeliges Schlaflager nur für uns drei.

-          Überaus kompetente Beratung für den Weiterweg am nächsten Tag („…ihr werd´s die Stöcke brauchen zum gegen den Wind stemmen… aber keine Gewitter“) . So war´s dann auch!

-          „Glungezer-Glückssteine“  für jede von uns, zum Versenken in der Lagune in Venedig.

 

Voller Begeisterung haben wir unseren Mitwanderinnen  von der „schönsten Hütte der Alpen“ erzählt  und mit Fotos belegt. Gemeinsam haben wir dann am 29. Aug. die Glungezer-Steine in Venedig ihrer Bestimmung übergeben und jetzt freuen wir uns schon riesig auf unsere Tour zur Glungezer Hütte im nächsten Jahr!

Herzlichen Dank für diesen wunderschönen Platz inmitten der Berge!

Elisabeth R im Namen der sieben Frauen aus Bayern

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Mi

30

Okt

2013

Glung-Glückstein

München-Venedig-Geher erhalten von der Glungezerhütte ihren ganz persönlichen "Glungezer-Glückstein" für die Tour.


Wer den Stein in der Lagune Venedigs versenkt, erhält von der Glungezerhütte ein Andenken und einen Gutschein.
 

Hier geht's zum Glückstein-Album mit Bildern und Berichten erfolgreicher Venediger-Wanderer >>>

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Mo

28

Okt

2013

polychromeLab2610_glungezerhütte

Hochgebirgslabor

bei der

Glungezerhütte 2610

 

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Mi

14

Aug

2013

Getrübte Harmonie

Gesetze sollten eigentlich klare Verhältnisse schaffen. Manchmal bewirken sie jedoch genau das Gegenteil. Beispielsweise am Truppenübungsplatzes Walchen/Lizum. Durch neue gesetzliche Bestimmungen ist dort die jahrzehntelange Harmonie getrübt.

Der Truppenübungsplatz Walchen/Lizum (Tüpl) im hintersten Wattental ist militärischer Übungsplatz genauso wie Almgebiet im Sommer und das ganze Jahr über Naherholungsgebiet für eine ganze Region. Jahrzehntelang haben sich Bundesheer, Bauern, Wanderer und Skitourengeher das Gebiet harmonisch geteilt. Nachdem vor zwei Jahren der Gesetzgeber die Sicherheitsbestimmungen bezüglich möglicher Blindgänger deutlich verschärft hat, ist es mit der Harmonie vorbei.

Nock, Pfeifer, Geisler, Tüpl Lizum/Walchen

ORF

Es sind viele Kleinigkeiten, die laut Landwirt Michael Nock die Almbewirtschaftung erschweren.

Überbordende Bürokratie erschwert Almbetrieb

Seit zwei Jahren müssten alle am Truppenübungsplatz tätigen Personen - also Almbauern, Almbedienstete, Jäger, Fischer, Hüttenbetreiber, etc. - jährlich ein und dieselbe Belehrung über sich ergehen lassen, obwohl diese Personen seit Jahren mit den Sicherheitsbestimmungen vertraut sind, so Almbauer Michael Nock. Neue Weidezäune könnten nur errichtet werden, wenn zuvor eine Tiefensondierung auf Blindgänger stattgefunden hat und ein Notarzthubschrauber bereit steht. Die Rodung der Almrosen, die die Almflächen zunehmend überwuchern, ist mit schwerem Gerät überhaupt nicht, sondern nur manuell möglich.

 

Nock, Pfeifer, Geisler, Tüpl Lizum/Walchen

ORF

Bürgermeister Johann Geißler weiß, dass das Klima derzeit nicht das beste ist. 

 

Viele Einheimische meiden den Tüpl

Der Truppenübungsplatz darf grundsätzlich zu Fuß auf den vorgeschriebenen Wegen und Pfaden jederzeit begangen werden. Nur bei Scharfschießübungen sind gewisse Teile gesperrt. Für die einheimische Bevölkerung war auch das Befahren des Truppenübungsplatzes ohne große Bürokratie erlaubt. Passierscheine dafür gaben die Gemeinden Wattens und Wattenberg aus.

Diese gibt es mittlerweile nur mehr beim Kommando am Truppenübungsplatz - mit einer offiziellen Bestätigung durch die Gemeinde, nach einer Belehrung und gegen Hinterlegung eines amtlichen Lichtbildausweises. Dies hält viele davon ab, noch in die Lizum zu fahren, weiß der Wattenberger Bürgermeister, Johann Gei?ler. Es werden in der Gemeinde kaum noch Ansuchen um Einfahrgenehmigung gestellt.

  

Kommando ist um Erleichterungen bemüht

Auch die militärisch Verantwortlichen am Truppenübungsplatz sind mit den verschärften Sicherheitsbestimmungen nicht gerade glücklich. Der Verwaltungsaufwand sei deutlich gestiegen, die Kommunikation der neuen Bestimmungen nicht immer leicht, so Oberst Gerhard Pfeifer, stellvertretender Militärkommandant von Tirol.

Man versuche beim Zugang zum Truppenübungsplatz - aber auch, was die Zusammenarbeit mit den Almbauern betrifft, so gut wie möglich zusammenzuarbeiten. In manchen Fragen - wie etwa bei der maschinellen Rodung von Almrosen - seien auch dem Bundesheer die Hände gebunden. Für die manuelle Rodung habe das Bundesheer bestimmte Flächen bereits vorsondiert.

Letztendlich gehe es um Haftungsfragen und auch um die Sicherheit, so Pfeifer. Diesbezüglich bittet auch er um Verständnis für die gesetzlichen Vorgaben, betont aber gleichzeitig, dass der Tüpl für Almbauern, Wanderer und Skitourengeher auch in Zukunft offen sein wird. Die Gefahr von möglichen Blindgängern sei aber durchaus realistisch und die Sicherheitsbestimmungen zum Schutz für die Bevölkerung.

 

Kommunikation soll verbessert werden

Tatsache ist, dass das gegenseitige Vertrauen zwischen allen Beteiligten derzeit nicht gerade das beste ist. Will man zu alter Harmonie zurück, bedarf das wohl erhöhter Diplomatie und offener Kommunikation seitens der Tüpl-Leitung und andererseits auch mehr Verständnis seitens der Almbauern und der Bevölkerung - oder eine Rücknahme jener gesetzlichen Bestimmungen, die eigentlich Auslöser für die getrübte Stimmung im hinteren Wattental sind.

Stefan Lindner; tirol.ORF.at

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Di

23

Jul

2013

Last & Lust der Hütten

Gastkommentar in der Tiroler Tageszeitung, 22.7.2013 

Unter Alpenvereinsfunktionären gilt „Lust und Last der Hütten“ als geflügeltes Wort. Ihrem enormen freiwilligen und ehrenamtlichen Einsatz, voll Herzblut für „ihre Hütte“, stehen große finanzielle Lasten und Bettelei um Unterstützung lusttötend gegenüber. Die hüttenbesitzenden Sektionen erhalten und betreuen mit ihren Mitgliedern 38 OeAV-Hütten in Tirol für die Allgemeinheit.

7500 km verbinden Santiago mit Jerusalem über Jakobsweg und Jerusalemweg. Dieser Strecke entspricht das alpine Wegenetz der Tiroler OeAV-Sektionen. Wege und Hütten verschlingen für Erhaltung jährlich 800.000 €, „gesponsert“ aus Mitgliedsbeiträgen.

Tirols Bergwelt ist auch geprägt von ca. 180 Schutzhütten des OeAV, DAV, ÖTK, NF. Diese Alpinstützpunkte dienen seit fast 150 Jahren als Basislager der „Bereisung der Alpen“. Zeitlos aktuell, sind Hütten beliebte, geschätzte und als Kleinode gepflegte alpine Marksteine. Ein starkes Segment (& Argument) für den heimischen Tourismus.

Der Alpenverein will seine Hütten erhalten, trotz harter Auflagen, alter Bausubstanz, extremer Baukosten, widriger Bedingungen, kurzer Öffnungszeit, um sanften Bergtourismus im wanderbaren Österreich zu sichern. Ohne Hütten und alpine Wege wäre ein „Tiroler Bergsommer“ undenkbar.

Daher der Notruf der alpinen Vereine an Bund und Land, diese für Tirol und Österreich wichtige, sanfte Infrastruktur, diese „Baudenkmäler im Gebirge“ stärker und verlässlicher mitzufinanzieren, für Breitensport, Gesundheit, Tourismus, oder als Anstoß, in der Bergwelt Entschleunigung zu finden. (www.alpenverein.at/tirol)

 

Gerald Aichner

Vorsitzender OeAV Landesverband Tirol

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Mo

15

Jul

2013

Pro Hütten&Wege

Beim Markieren
Beim Markieren

OeAV-T Stellungnahme zum TT Leserbrief von KommRat Hans Dieter Salcher, Innsbruck, über "Hüttenerhaltung ist nicht Sache der Politik"

 

Sehr geehrter Herr Kommerzialrat Hans Dieter Salcher!

Just an dem Tag, an dem Ihr Leserbrief in der TT (13.7.) veröffentlicht wurde, war ich mit meiner Frau und einigen weiteren Freiwilligen den ganzen Tag über (wie seit Jahrzehnten) mit Farbkübeln, Pickel, Werkzeug, Schildern und Orientierungstafeln und -Stangen, unterwegs, um einen beliebten Bergwanderweg zu markieren, neue Tafeln anzubringen, (gestohlene) Tafeln zu ersetzen, Latschen auszuschneiden, alles genau nach dem Tiroler Bergwegekonzept. Alles in der Absicht, den hunderten Bergwanderern, Einheimischen wie Gästen, an diesem Wochenende und in Zukunft ein gesichertes Bergwanderwochenende und Freude am Berg zu ermöglichen; den Steig zur Schutzhütte auch bei schlechten Verhältnissen zu finden, um dort Labung und (romantische) Unterkunft zu finden, im Notfall auch versorgt zu werden.
 
Viele Bergwanderer haben sich während dieser Arbeiten bei uns bedankt, sich erkundigt, wer denn eigentlich diese Bergwege erhält (und dafür haftet), was wir dafür bezahlt bekämen usw. Sicher waren an diesem Wochenende auch in vielen anderen Berggebieten zahlreiche Alpenvereins-Freiwillige für diesen "Dienst" unterwegs. Von dem auch die Tiroler Seilbahnen profitieren, weil sie ihren Gästen ein sehr gepflegtes Bergwandernetz als Attraktion anbieten können, das der Alpenverein, wie die anderen alpinen Vereine, ehrenamtlich, freiwillig betreut und der Allgemeinheit zur Verfügung stellt. Auch wir haben diesen freiwilligen Dienst an diesem schönen Tag nicht als Last und "Arbeit" empfunden, sondern trotz einiger Beschwernisse und viel Schweiß als sehr "befriedigend".

Apropos Allgemeinwohl
Stadt Innsbruck, Land Tirol und andere öffentliche Einrichtungen haben seit Jahrzehnten offenbar kein Problem damit, mit Geldern der Bürger Stadien und einen Fußballklub mit Millionen zu subventionieren, natürlich schön verbrämt unter dem Mantel des "Allgemeinwohls"!
Dieses "Allgemeinwohl" erfüllen die alpinen Vereine seit 150 Jahren, mit ihren 600.000 aktiven Mitgliedern, allemal geradezu "locker"! Gar nicht zu reden vom Werbewert der alpinen Infrastruktur Hütten und Wege für den heimischen Tourismus, rangieren doch "Wandern und Bergwandern" an der Spitze der beliebtesten Urlaubsaktivitäten unserer Gäste.

Der Unterschied
Ein bedeutender Unterschied besteht allerdings, ob man eine Privathütte (Vereinshütte) im Arztal betreibt oder eine öffentliche Schutzhütte als Gastgewerbebetrieb, für die, wie Sie als Wirtschaftstreibender selbst wissen, viele viele Vorschriften und Auflagen zum Schutz der Gäste, zur Sicherheit, Umweltschonung, Hygiene etc. bestehen. Die "Hüttenromantik" wollen auch wir auf unseren Alpenvereinshütten weiter hoch erhalten - trotz oftmals entgegenstehender bürokratischer Auflagen -, doch allein mit Nostalgie könne auch wir, wie die Wirtschaft, die Zukunft nicht bewältigen.

Unsere AV-Schutzhütten dürfen als Gastgewerbebetriebe keine "Aborte mit Entsorgung in die freie Natur" betreiben, dürfen kein Schneeschmelzwasser verwenden; wir können keine Holzbalken zu den Hütten transportieren, um dort ein Stiegenhaus zu bauen, weil uns die Bezirkshauptmannschaft Brandschutzabschnitte mit Betonstiegen vorschreibt! Wir dürfen nicht mehr am offenen Küchenherd Schmarren kochen, sondern müssen die Hüttenküchen in Nirosta ausführen, inklusive berührungsfreie Armaturen! Wir dürfen keine nostalgischen Schlaflager anbieten, wenn nicht durch Feuerleitern und Brandabschnitte die Sicherheit gewährleistet ist (mit Recht). 

Eine WC-Spülung auf Schutzhütten kostet bis zu 5 Euro! Bauen ist mindestens zweieinhalb mal so teuer wie im Tal. Eine kWh Strom kostet bis zu 4 Euro, wir wollen doch auch keine Dieselaggregate im Gebirge!

Um Lebensmittel anliefern zu können ,muss der "Lieferanteneingang" betoniert sein; darf Müll nicht einfach zwischengelagert werden (weil ja auf den Hütten keine Müllabfuhr erfolgt) sondern müsste lt. BH "gekühlt!" werden. Das ist die bürokratische Realität, bei der es schwer fällt, Hüttenatmosphäre, Hüttenromantik und Wohlbefinden aufrecht zu erhalten. Trotzdem gelingt es unseren super Hüttenwirtinnen und Wirten, viele viele Gäste höchst zufrieden zu stellen, ihnen bleibende positive Erinnerungen zu ermöglichen. 

 

"Berge als höchstes Gut"


Sie brauchen uns nicht darauf hinzuweisen, dass die Berge als unser höchstes Gut von uns zu pflegen sind. Der Alpenverein pflegt seit 151 Jahren diese Bergwelt, setzt sich für sanften Tourismus ein, betreibt "Besucherlenkung" in ökologisch sensiblen Gegenden ( auch durch gepflegte sichere Bergwege!), betreibt seit vielen Jahrzehnten schon keine Erschließungen mehr im Gebirge, kurz pflegt seit 151 Jahren das Bergwegenetz durch freiwillige und ehrenamtliche Tätigkeit. Jahr für Jahr aufs neue.


PS

 - Im Übrigen sind auch die Naturfreunde mit von der Partie bei dieser Hütten/Wege-Petition der alpinen Vereine Österreichs und wären ebenso Nutznießer einer besseren finanziellen Unterstützung wie alle anderen auch, zumal das in der Vergangenheit weder LHStV Gschwentner noch LR Pupp für Tiroler Hütten (auch Birgitzköpfl) zustande gebracht haben.

Gerald Aichner

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Fr

21

Jun

2013

"Glungezer & Geier"-Gütesiegel

Auszeichnung für den Alpenverein Hall: Die "Glungezer&Geier"-Route über die "seven Tuxer summits", Glungezerhütte zur Lizumerhütte, auf der "Via Alpina rot, Tuxer", am "Inntaler Höhenweg" ist ein mit dem Tiroler Bergwegegütsiegel  "Ausgezeichneter Bergweg".

 

Der Alpenverein Hall hat von der Landesregierung die Auszeichnung „Bergwege-Gütesiegel des Landes Tirol, 2013 bis 2017“ für seinen Bergweg „Glungezer & Geier- Route“ über die „seven Tuxer summits“ wieder verliehen bekommen. Der Alpenverein Hall ist die einzige Tiroler AV Sektion, die diese Auszeichnung heuer erhalten hat. Die „Glungezer & Geier-Route" ist der einzige "ausgezeichnete Bergweg" in der Tourismusregion Hall-Wattens. Sie führt auf der „Via Alpina rot, Tuxer" bzw. am „Inntaler Höhenweg“ von der Glungezerhütte zur Lizumerhütte und zum Geier.

 

Urkunde und Gütesiegel überreichten der für Tourismus zuständige LH Günther Platter gemeinsam mit Sportreferent LHStv Josef Geisler an den Alpenverein Hall und den TVB im Landhaus. „Gepflegte und sichere Bergwege sind wesentliche Eckpfeiler für den Tourismusstandort Tirol. Mein Dank und meine Anerkennung gilt dem Alpenverein und den Tourismusverbänden sowie allen Helfer/innen, die mit ihrem unermüdlichen Engagement für ein sicheres Wandervergnügen bei Einheimischen und Touristen sorgen“, betonte LH Günther Platter. Auch für LHStv Josef Geisler ist klar: „Die ausgezeichneten Bergwege vereinen Naturerlebnis und Sicherheit. Sie führen durch einzigartige Landschaften, zeichnen sich durch eine besondere Fauna und Flora aus und bieten für alle Wanderfreunde beeindruckende Rundblicke.“

 

Im Rahmen der seit 1984 bewährten Aktion „Sichere Bergwege im Land Tirol“ wird besonders großer Wert auf die Sicherheit und Qualität heimischer Wander- und Bergwege auf Basis des Tiroler Wander- und Bergwegekonzepts gelegt. Die Einteilung in Schwierigkeitsgrade, einheitliche Markierungen und Beschilderungen sowie die Absicherung von Gefahrenstellen sorgen für ein genussreiches Bergerlebnis. 

 

Foto: Tiroler Bergwege-Gütsiegel für die Glungezer & Geier Route. Auszeichung verliehen an den Alpenverein Hall, v.r.: Herbert Freund, LH Platter, Gerald Aichner, Romed Giner, Hans Plank; Foto: Land Tirol

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Di

28

Mai

2013

Respekt für Natur

Inntaler Höhenweg - Lizum im Wattental
Inntaler Höhenweg - Lizum im Wattental

OeAV Tirol Landesvorsitzender Gerald Aichner, interviewt von Alexandra Nagiller von "weekend tirol"

 

 

 

 

Die Hütten/Wege-Problematik, Umweltschutz und die Risikolust von Bergsteigern – das sind jene Punkte, die OeAV-Tirol Landesvorsitzenden Gerald Aichner ein Jahr nach dem 150-Jahr-Jubiläum des Alpenvereins beschäftigen.


Ein Einblick. Von Alexandra Nagiller, weekend tirol  mehr
 

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Mo

25

Mär

2013

Kein Bergsommer ohne Alpenverein

Gerald Aichner, Martin Posch, Andreas Ermacora (vlnr)
Gerald Aichner, Martin Posch, Andreas Ermacora (vlnr)

Neuwahl im Landesverband der Tiroler Alpenverein-Sektionen

 

Auf ihrem Landestag haben die 38 Tiroler Alpenverein-Sektionen, mit Sitz in Hall, am 22.3.2013 ihren neuen Ausschuss für die Funktionsperiode 2013 bis 2015 einstimmig gewählt. Gerald Aichner (Sektion Hall) wurde zum 6. Mal als Landesvorsitzender gewählt, neuer Stellvertreter ist Ing. Markus Welzl (S. Imst). Finanzreferent bleibt DI (FH) Romed Giner (S. Hall), Schriftführer Winfried Schatz (S. Innsbruck). Neue Landesjugendteam-Leiterin ist Yvonne Markl (S. Kufstein).

 

In ihren Funktionen bestätigt wurden Hüttenreferent Fritz Rafelsberger (S. Kirchbichl), Naturschutz-Ref. Anton Sint (S. Sillian), Alpin-Ref. Christoph Schipflinger (S. Kirchbichl) und Sportkletter-Ref. Raimund Sulzenbacher (S. Kitzbühel).

Die Tiroler Sektionen mit ihren 92.000 Mitgliedern werden im OeAV-Bundesausschuss durch Gerald Aichner (S. Hall), DI (FH) Romed Giner (S. Hall), Klaus Oberhuber (S. Innsbruck), DI Jörg Wallner (S. Mittl. Unterinntal) vertreten.

 

Alpenvereins-Präsident Dr. Andreas Ermacora hob am Landestag besonders die Bedeutung der Alpenvereinshütten und alpinen Bergwege für den Tiroler Tourismus hervor, der diese Grundlagenarbeit durch den Alpenverein viel zu wenig anerkennt und unterstützt.

 

Im Alpenverein arbeiten 10.000 ehrenamtliche Funktionäre und dazu noch 15.000 Freiwillige. Diese erbringen mit ihren Teams eine Wertschöpfung von weit über 300 Mio. Euro. „Wenn der Tourismus ‚Herzstück der Tiroler Wirtschaft’ ist (Inserat WKO, TW, IV, Land Tirol, 23.3.2013), dann müsste der Tourismus diese wertvolle Leistung des Alpenvereins für die Allgemeinheit, die heimische Bevölkerung wie für den Tourismus konsequenterweise stark fördern und finanziell unterstützen. „Tatsache aber ist, dass der Tourismus in Tirol die Hütten und Bergwege überhaupt nicht fördert. Bei der Landesförderung für Hütten und Wege bildet Tirol das Schlusslicht unter allen Bundesländern,“ stellt Landesvorsitzender Gerald Aichner fest. „Tiroler Bergsommer ist ohne Alpenverein undenkbar!“

 

Die 92.000 Alpenvereinsmitglieder in Tirol sehen nicht länger ein, dass sie allein die wesentliche Last der Erhaltung von Bergwegen und Hütten für die Allgemeinheit zu tragen aber, die wesentlich zum Tourismus in Tirol beitragen und Grundvoraussetzung für Sicherheit im Gebirge sind. Endlosen Gesprächen sind bisher nur leere Worte gefolgt.

 

Für seine großen Verdienste um Alpenverein, Hütten und Wege wurde der scheidende 2. Vorsitzende DI Martin Posch vom Landestag zum Ehrenmitglied des Landesverbandes Tirol ernannt. (Bild)

www.alpenverein.at/tirol

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Mi

06

Mär

2013

1.After ISPO Split Together Lizum

30 Snowboarder aus Österreich, Deutschland, Tschechien, Italien, Holland und Amerika haben nach der ISPO die Lizumerhütte besucht . Einhelliger Kommentar der Teilnehmer: super Hütte, super Bewirtung, preiswert, super Gelände und glücklicherweise: super Schnee. Mit dabei u.a. Jeremy Jones, Inhaber der gleichnamigen Snowboardfirma als Veranstalter und weltweit wohl einer der bekanntesten tourengehenden Snowboarder sowie Mitch Tölderer, Gewinner der Freeride World Tour 2010/2011. 

http://www.splitboarding.eu/de/splitboard-news/after-ispo-split-together-splitboard-fun-mit-jones-und-karakoram


Jones Crew Shreds The Lizumer Hutte

After three weeks of back to back tradeshows, Jeremy Jones and the Jones Snowboards crew were starting to get a little twitchy. It was time to find pow…now!

Racing out of the ISPO tradeshow in Munich, Jeremy and a posse of Jones team riders, distributors and dealers headed into the Austrian backcountry outside of Innsbruck for a pow surf session at the Lizumer Hutte. The Lizumer Hutte is located in the Wattental Valley on a military installation at 2,109 m. Surrounded by stunning peaks, the Hutte made the perfect setting for shredding, socializing and learning more about the limitless potential of splitboarding.

It was a really fun event with low expectations that yielded way better results than anticipated,” said Jeremy. “Location was great, snow was great, but the crew was what made the journey all-time.” 

Good times deserve good schnapps! Anton Nigg, the Hutte Boss of Lizumer, made sure the Alpine Tequila was flowing steady.

Big thanks to Klaus Zwirner, Anton Nigg, Mitch Toelderer and all the extended Jones family for helping make the trip possible! more 

After ISPO Split-Together, Splitboard Fun mit Jones und Karakoram  more

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So

03

Mär

2013

Glungezer wird wieder jung!

Der Glungezer wird wieder jung. Wir alle sind im Alpenverein, nicht wegen der besten Freizeitversicherung (das auch), sondern weil der Alpenverein die Liebe zu den Bergen wecken und vertiefen will, das Bewusstsein für „Alpen und Natur“ und das „Bereisen der Alpen“ (laut Satzung von 1864) fördern will (d.h. heute primär Begehen). Der Alpenverein hat stets Richtungen vorgezeichnet und vor Fehlentwicklungen gemahnt.


Konkret umgelegt auf den Glungezer heißt das 2013: Der Glungezer wird wieder jung, wieder „in“. Der Alpenverein schaut darauf,

dass der Glungezer, zumindest in der Region über 2300 m, „Natur“ sein darf und unerschlossen bleiben muss;

dass der Zirbengürtel geschützt bleibt, als Naturkleinod viel mehr geschätzt wird. (Der Kugelwald ist ja inszenierte Natur, die der Zirbenwald nicht braucht);

dass das Begehen des Glungezers in jeder naturverträglichen Form möglich bleibt und gefördert wird (zu Fuß, mit Ski, als Skitour, mit Schneeschuh, Snowboard und Freestyle, etc.);

damit der Glungezer Zukunft hat.


2013. Sehr erfreulich sind heuer sehr viele verschiedene Trends festzuhalten. Der Glungezer wird wieder jung, d.h., Jugend, neue Bevölkerungsgruppen entdecken den Glungezer für ihre Freizeitaktivitäten und lernen ihn schätzen.

-        Nicht nur, dass sich die „Glungezerfüchse“ als Skitourengruppe zur Glungezerhütte verjüngt neu gründen, ohne Altersbegrenzung, auch Frauen sehr willkommen. Ansprechpartner ist Konni Gatt aus Tulfes. Da wird eine Tradition seit 1980 neu belebt.

-        Neben vielen Skifahrern, die den Naturschnee als Glungezer preisen, kommen immer mehr junge Snowboarder zum Glungezer-Park und verjüngen so den Berg.

-        Mehr Skitourengeher als je beleben den Glungezer und die Hütten.

-        Pistenskitouren zum Glungezer boomen.

-        Nachskitouren am Glungezer (MO + DI abends) nehmen stark zu, im Schnitt sind 30-40 Leute am Abend am Berg.

-        Variantenskifahrer entdecken den Berg als super Freigelände.

-        Für Freerider und Tourenfreerider ist der Glungezer ein Geheimtipp geworden (wie auch die Lizumerhütte!).

Michele Stinco und seine Partnerin Elisabeth Frey, betreiben als moderne, junge Haller Firma, in Absprache mit dem Alpenverein Hall, bei der Glungezerhütte das „www.polychrome.com“, eine innovative Hochgebirgs-Textilmaterialforschungsstation. Die in Hüttennähe aufgestellten und mit Sensoren versehenen Kleiderpuppen werden demnächst mit verschiedenen Textilien bekleidet, um diese in Langzeittests an ausgesetzter Stelle zu testen, in Zusammenarbeit mit der Univ. Innsbruck.

Michele und Elisabeth, leidenschaftliche Freerider, zum Glungezer: „Bei allem, was der Glungezer, vor unserer Haustür, an allen Flanken zu bieten hat, brauchst du nicht mehr nach Kanada zu fliegen. Ein Eldorado!“

-        Tourengeher, Snowboarder, Freerider, sie alle können bei der Glungezerhütte jederzeit ihr LVS-Training betreiben, LVS-Kurse absolvieren.
Glungezer- und Lizumerhütte sind die einzigen hoch gelegenen AV-Hütten Österreichs, die den ganzen Winter über LVS-Trainings auf den eigenen Mammut- bzw. Pieps-Suchfeldern anbieten. Das gibt es sonst nirgendwo.

-        Glungezer-Iglus, Freerider-Camps mit LVS-Training, Winterzauber 2610, Skitouren von der Glungezerhütte aus ins Viggartal, die Hochtourenüberschreitung G&G, von der Lizum zum Glungezer, sind neue tolle Angebote, die bereits Nachfrage und begeisterte Rückmeldungen gebracht haben.

-        Und im Sommer erkämpfen sich immer mehr Mountainbiker den Glungezer bis zum Tulfeinjöchl oder bis zur Glungezerhütte, (mit Abfahrt ins Viggar). Und beklettern den Glungezer am Klettersteig oder am hüttennahen Klettergarten.

-        Summa summarum: Viel mehr Jugend, sportlich sehr Aktive, Familien mit Kind und Kegel, viele neue Gruppierungen entdecken den Glungezer für sich, ihren Sport und ihre Freizeitfreuden. Sie erobern den Glungezer als Berg zu jeder Jahreszeit, in den verschiedensten Sportarten, alle naturverträglich, weil diese überwiegend zu Fuß, aus eigener Kraft, ausgeübt werden. Viele Webseiten und Videos auf Youtube zeugen davon (mehr Hinweise unter www.glungezer.at).

Für alle diese Aktivitäten müsste die Gesundheitspolitik dem Alpenverein und dem Glungezer einen „Gesundheitspreis für Gesundheitsvorsorge“ verleihen.

 

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So

19

Aug

2012

Glungezerhütten-Traumtag

Samstag, 18. August 2012 - der Traumtag dieses Sommers am Glungezer, nach einer "Wahnsinns-Sternennacht" und mit einmaliger Fernsicht am Abend und auch heute untertags!


Untertags viel Betrieb, viele Bergwanderer, die vom Patscherkofel kommen; darunter etliche Einheimische, die zum ersten Mal in ihrem Leben am Glungezer stehen, selbst Innsbrucker, die diesen Gipfel 2677m, noch nie bezwungen haben. Aber heute war eben der Tag der Tage. Einige gute Bekannte aus Hall angetroffen, das bekannte "Duo Schweizer" aus Mils, einen lieben Kollegen aus ORF-Jahren, mit Familie. Drei Damen aus Innsbruck, die regelmäßig Berggehen und heute die Tour zur Glungezerhüte "gewagt" haben.

Nur die Lamas fehlen heute noch.


Einige Familien, die mit ihren Kindern den Klettersteig bewältigen und dann "super cool" im BaseCamp, in den Expeditionszelten nächtigen werden. "Symphatisches junges Leben auf der 80-jährigen Hütte".

Sehr viele Trekkinggäste, die den "Inntaler Höhenweg" machen, und solche, die den "Traumpfad München-Venedig" gehen.  sehr nette , sympathische, junge und ältere Trekkinggeher, die alle viel wissen wollen, sich dann in ihre "Führer" vertiefen, die Aussicht auf der Terasse oder vom Gipfel genießen - "500 Jöcher, Gipfel und Grate", wie mir einer "meinen Slogan" erklärt.


Die Hüttenmann/Frau-schaft um Gottfried in vollem Einsatz, ohne Ruhepause. Nach den letzten Mittags-"Kathmandu-Nudeln" beginnt Koch Günther schon mit den Vorbereitungen für das "gemeinsame" Abendessen, für ca. 50 Gäste. Dazwischen will eine Dame wissen, welche Berge man da im Panorama sieht. Ein junges Pärchen aus Deutschland ist eher besorgt, ob es denn wohl eine gutes Nachtlager bekommen wird. Franzosen wollen noch den Bus von Tulfes nach Igls erreichen, haben sich im Zeitplan völlig vertan. Hüttenwirt Gottfried "kopft" wo er denn heute alle Gäste unterbringen soll, so, dass es für alle doch ein "Hüttenerlebnis" wird. 


Immer wieder kommen Gäste, die nicht angemeldet sind oder reserviert haben. Sie staunen, wenn sie hören, dass heute alles schon belegt ist, "doch irgendwie werden wir für alle ein Plätzchen finden, mit Decke drunter und Decke drüber".

Dann kommt noch eine angemeldete große Gruppe der Thaurer Schützengilde, erwartungsfroh, was den Hüttenabend betrifft.

 

Zwischendurch besprechen wir mit Hüttenwirt Gottfried die neue Seilbahn-Steuerung, den Ablauf der morgigen Gipfelmesse - mit vielleicht 200 bis 300 Leuten - , das Konzept des BaseCamps mit den Expeditionszelten, als super Ausweichlager, Alternativen, wie wir die Zahl der Schlafplätze erweitern könnten, diskutieren über das Lama-Trekking, den Fahrplan der Glungezerbahn, kulinarische Fragen, Personalfragen, Werbelinie für den Winter und "hundert andere Themen". 

Wenn noch Platz wäre, würden wir gerne da bleiben, um uns abends weiter mit Gottfried und Gästen zu unterhalten, ihnen manches aus unserer Trekkingerfahrung zu erzählen.

 

Doch wir steigen ab, begegnen noch etlichen Wanderern, die die Hütte ansteuern; auch solchen, die ich besonders liebe, wenn sie uns sagen, "wir brauchen keine Hütte, wir haben alles selber mit". Sie benützen zwar auch unsere voll intakten Wege und Steige, sind froh über Wegweiser und Markierungen, über "Wasser-Ladestationen" und WC's in Hütten - alles am besten noch zum Nulltarif.

zB.: Einem Berggher ist gestern die Sohle von den Bergschuhen abgefallen. Der Wirt hat sich bereit erklärt, mit einem Spezial-Expresskleber die Sohle wieder anzukleben, sie müssten halt vielleicht eine halbe Stunde warten, bis der Kleber trocken ist und die Sohle hält. Inzwischen könnten sie ja was trinken. Nein, (danke), wir brauchen nix. Die Sohle wurde kostenlos geklebt.

Diese Kategorie der total autarken Ferngeher und Selbstversorger lassen sich meistens auch nichts sagen, etwa, dass man um 17 Uhr nicht noch 6 bis 7 Stunden zur Lizumerhütte weitergehen kann, das wäre unsinnig und unvernünftig und auch für die nächste Hütte unzumutbar, wenn dann  Gäste um 23 uhr noch eintreffen, wo die meisten schon schlafen (wollen).

Die kümmert auch nichts, dass in Tirol auch im Gebirge weithin zelten halt nicht erlaubt ist, nicht im Karwendel, nicht im Landschaftsschutzgebiet Viggar-Glungezer oder im Naturpark Zillertal.

 

Ich bin überzeugt, allen, die heute auf der Glungeerzerhütte waren, tagsüber und am Abend, wird dieser Glungezertag als Traumtag dieses Sommers in sehr guter Erinnerung bleiben. Das entschädigt alle Beteiligten wieder vollauf.

Gerald Aichner

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Fr

20

Jul

2012

ORF & Lama

LAMA TREKKING & Gepäcktransport

Glungezerhüttenwirt Gottfried organisiert LAMA-Trekking und Gepäcktransport von Tulfeinalm, 2000m, zur Glungezerhütte 2610. Speziell für die München-Venedig-Geher am Traumpfad ein neuer toller Service und ein toller Familienspaß! >>>

 

"Inntaler Höhenweg" im DAV-Panorama

Das Bergsteigermagazin "Panorama" des DAV berichtet in Nr. 4/2012 auf Seite 22 über den "Inntaler Höhenweg" >>>
 

Glungezerhütte in ORF RADIO TIROL

ORF Radio Tirol berichtete in der "Sommerfrische" über "80 Jahre Glungezerhütte". Redakteurin Eva Rottensteiner interviewte Gerald Aichner zu Hüttenjubiläum, Geschichte & Glungezerhighlights. >>

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Mo

18

Jun

2012

Hüttenjubiläen Glungezer & Lizum

Alpenverein Hall in Tirol
„Bergsommer 2012“

„Bewegung – Gemeinschaft – Abenteuer“

 

SA 30. Juni „OeAV Hütten opening“ Glungezerhütte und Lizumerhütte

  

SO 1. Juli  100 Jahrfeier Lizumerhütte
Jubiläumsmesse 11 h
12 h Festfeier, Musik „Franz POSCH und die Innbrüggler“

 

SA 7. Juli: Glungezer-Hüttenwirte-Treffen

 

SA 14. Juli   80 Jahre Glungezerhütte
Jubiläumsmesse mit Bischof Manfred Scheuer, 11:30 h; mit Musik

 

SA 28. Juli abends und SO 29. ab 11 h: „Vier-Gitarren am Berg“ mit „The Pin-Zetti-Trio + 1“ mit Hans Arnold

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Glungezerlied 2012

 

Text & Melodie

von Siggi Schmid

"Glungezer-Fuchs"

Gewidmet
der OeAV-Sektion Hall in Tirol

Weihnachten 2011

 

1.

Iatz geah i’ wieda aufi auf’n Glungezer

heit muaß i wieda aui auf die Heach.

Da ob’n laß i aus an laut’n Jucheza,

beim Oifahr’n hab i an bärig’n Schnea.

Da triff’ ich wieda alli meine Freundl’n,

mei Jaus’n schmeckt ma no amol so guat.

Da bin i nia alloan, da gfreit mi jede Stund’,

da kriag i wieda frisch’n Lebensmuat.

 

2.

Bei da Schafahütt’n richt’ i ma die Fell her,

i spann sie auf die Schi und dann geaht’s auf.

Giahn muass i gmüatlich, dass i nit zu schnell wear’.

Verflixt, heit bin i wieda ganz guat drauf.

Beim Mast’n fangt da Wind schun an zum Pfauch’n.

Der hebt mi nit, er muaß mi auilassn.

I raff mi bis zur Hütt’n. Beim Of’n taugt’ ma’s dann,

da Wind kunn auß’n no so wüatig blas’n.

 

3.

Bald muaß i aba ofahr’n, weil’s halt Zeit isch.

A Gipfelblick isch allaweil no drein.

Der g’fallt ma, weil des Land herob’n so weit isch.

Aba iatzt geaht’s oi, mei, des isch so fein.

I schwing hin und her, ziach meine Bög’n,

ob Pulver, Bruch, ob Firn, i hab ja Schneid.

Mi feiglt nia da Schnea, mit Gaudi geaht’s durcho.

Des isch fir mi die allergreaschte Freid’.

"Alpine Routen für die Seele"

Gerald Aichner, 30. Juni 2011 

 

Themenwege unterscheiden sich rein äußerlich. Sie stehen für Werte wie Sehnsucht oder Sinnfindung und für manche sind sie eine Pilgerreise. Der Alpenverein unterhält 40.000 km Wanderwege, sie legen sich wie ein Netz über die Gebirge und sind für den heimischen Tourismus von unschätzbarem Wert.

Bei der letzten heurigen Skitour hab ich mich ordentlich bis zum Gipfel geplagt. Es war eine Tour, die ich seit meiner Kindheit schon x-Mal unternommen habe. In der Rückblende auf Aufstieg und Abfahrt sehe ich die Bilder einer wunderbaren Landschaft, die Jausen-Zwischenstationen, Spuren und Fährten im Schnee, entdecke einen Felsen, an dem ich als Kind und dann mit meinen Kindern nach Bergkristallen gesucht, Klettern trainiert habe. Am Aufstieg wollte ich schneller sein als die anderen, bis ich wieder begriff, dass nicht dem ersten am Gipfel der Sieg gebührt, sondern dem, der ihn am intensivsten aufnimmt und genießt.

 

Erinnerungen prägen

Von meiner allerersten bewussten Bergtour lassen sich die Erinnerungen jederzeit wie filmisch abrufen: Der erste Rundblick auf ein „tolles Panorama“ ganz einfacher Gipfel, der Staunen erweckende Tiefblick ins Tal, wo ich daheim war, die ganz anderen Blumen und Kleintiere, das „Weg suchen“, sich orientieren und überlegtes Fortschreiten. All das bleiben unauslöschlich prägende Eindrücke und persönliche Weg- weiser. All die tausenden Touren seither hab ich unter diesem Raster sensibler Erlebnisse, äußerer Momente und innerer Markierungen ausgeführt und ausgekostet, im nachhinein als bereichernd oder nicht abgespeichert.

Bergsteigen heißt alpines Wandern vom Tal zum Berg, von Berg zu Berg, über Täler hinweg, von Hütte zu Hütte, über Gebirgsketten, von einer Kultur zur nächsten. Wodurch unterscheiden sich „Inntaler“, Glocknerrunde, Via Alpina, München - Venedig, die Weitwanderwege O bzw. E oder Adlerweg vom Jakobsweg? In äußeren Attributen, wie Distanz, Ausrichtung, Hm und km, S-Grad, Jahreszeit, Herbergen, Anzahl der Schnarcher im Lager und Freundlichkeit der Hüttenwirte. Tiefer gehend finde ich keine wesentlichen Unterschiede. Sie stehen für Wege der Sehnsucht, sich auf den Weg der Sinnsuche zu machen, sind „alpine Routen für die Seele.

 

Besucht unsere Hütten!

Eine Bergtour vermag etwas von einer Pilgerreise zu vermitteln, wenn sie sich jenseits der körperlichen Leistung noch als Befriedigung, Glück und Erkenntnis einprägt. Sie vermag es nicht, wenn mich die zweite wie die tausendste Begehung des gleichen Berges nicht wieder neu fasziniert, den Berg, das Sein und das Leben anzunehmen.

Warum ist auch der Weg das Ziel? 40.000 km Wege und Steige durchziehen Österreich und verbinden dieses Alpenvereins - Hütten-Netzwerk von 250 OeAV- Hütten. Wer an einem Tag „Tal-Gipfel- retour“ konsumiert, um wieder eine Tour „gemacht“ zu haben, beraubt sich der Chance, den Horizont über den einen Gipfeltag hinaus zu erweitern. Denn das Abenteuer beginnt erst am zweiten Tag -und führt erst ab dem fünften zur Ruhe.

Über 400.000 Mitglieder bekennen sich zum OeAV, zigtausende Österreicher und Gäste bewandern und bewundern unsere Alpen. Wenn jeder Zehnte von ihnen, oder um zehn Prozent öfter, unsere Hütten frequentierte, könnten sie die Hütten und ihre Sektionen deutlich beleben und spürbar entlasten. Das Ziel: Nicht nur mehr Subvention der öffentlichen Hand, ohne die unser Hütten- und Wegenetz unter Berücksichtigung einer durchschnittlichen zweimonatigen Bewirtschaftungszeit unter erschwerten Umweltbedingungen auch in Zukunft nicht flächendeckend zu erhalten ist, sondern vor allem mehr Besuche/r.

Von Hütte zu Hütte heißt nichts anderes als von Berg zu Berg, von Höhe zu neuen Höhen, die Tiefen immer mehr zurücklassend: „Komm über unsere Wege auf unsere Hütten und Berge und finde zu dir selbst“.

Kletterbericht oder Glungezerhütte ?
Wolfgang Jehle
 

Was hat das eine mit dem Anderen zu Tun? Ganz einfach, wir haben den 1.2.2011 und ich liege um vier Uhr wach im Bett. Die Zeilen über das Sportklettern in unserer Sektion sind wieder zum Jahresbericht fällig, Gerald wartet schon. Und so denke ich was man schreiben könnte, die Kletterkurse werden mehr, das Klettern erfreut sich bei der Jugend steigender Beliebtheit, wir warten in Hall immer noch auf eine Klettermöglichkeit, usw. Mit viel Fantasie und ungeheurer Überwindung könnte ich diesen Aussagen noch einige Sätze hinzufügen, aber an der Kern ändert sich nichts und über unsere Wettkletterer kann ja Martin oder Stefan etwas schreiben.

 

Mit Einschlafen rührt sich momentan auch noch nichts und so beginne ich über die Glungezerhütte und mein Verhältnis zu ihr nachzudenken. Für Heute kündigt sich ein herrlicher Tag an und ich habe mir Urlaub genommen, um ihn mit Rosmarie zu nützen. Was steht am Programm, der Glungezer. Eigentlich kam mir dieses Wort in jungen Jahren nie in den Sinn, zu viele Ziele gab es und der Glungezer musste nur bei äußerst widrigen Verhältnissen herhalten.

Diese sind aber heute nicht der Fall, ein herrlicher Tag wurde gemeldet und so kann es nur am Alter liegen, dass ich ihn als Ziel wähle. Offensichtlich wird mit jedem Jahresbericht nicht nur der Verein sondern auch ich älter und das Tourenziel Glungezer wird mir immer sympathischer. Es liegt vor der Haustüre, auf dem Glungezer eröffnet sich ein herrliches Panorama und lässt Erinnerungen an die alte Touren wach werden. Die Speisekarte von Gottfried ist auch nicht zu verachten und sein humorvoller Umgang mit den Hüttenbesuchern ein weiterer Grund für dieses Ziel.

 

Inzwischen ist es fünf Uhr Früh geworden und ich werde die verbleibende Zeit noch für eine Mütze Schlaf nutzen und dann in Richtung Glungezer starten. Sicher eine vernünftige Alternative zum Büroalltag, die man bei einem solchen Wetter zum Auftanken der Batterien nutzen sollte. Wie oft war ich heuer schon auf der Hütte? Auf jeden Fall so oft, dass ich alles von der Speisekarte bereits getestet habe.  

1.2.2011 0400 - Gute Nacht - Wolfgang Jehle

Ferry's Glungezer-Lieder

"Drob'n am Glungezer ..."
"Drob'n am Glungezer ..."

'Drob'n am Glungezer...'

Ferry Strassl, "Glungezerfuchs h.c."
Text & Komposition 1989


Drob'n am Glungezer, hoch am Glungezer,
muss man gewesen sein;
drob'n am Glungezer, hoch am Glungezer,
ja da ist's halt allwein fein.
Ja, ja der Lothar,das ist unser Freund,
schon manches Glaserl hat uns schon mit ihm vereint.
Die Helga kocht die Knödel ja so fein,
ja drob'n am Glungezer muss man gewesen sein.

Und miass'ma abi wieder in das Tal,
die Direttissima geht wieder optimal,
und auch das Frauental ist wunderschön,
drum miass'ma morg'n glei wieder aufi geh'n.

Jodler

 

Glungezerfüchse-Lied  'I bin a Fuchs'
Text & Komposition Ferry Strassl, 1982
'Glungezerfuchs h.c.'


I bin a Fuchs, hoch drob'n am Glungezer,
i schleich da oben ja ummanond,
an alter Fuchs, hoch drob'n am Glungezer,
ja der ist allweil guat beinand.

Und kimmt der Winter, da bin i schlau,
da muass i aussa aus mein Bau,
muass in die Höh, zum Stelldichein,
wo alle andern Füchse sein.

Drob'n in der Hütt'n, da kehr ma ein,
da hock'n mia so g'müatlich drein,
da tian ma singen, und hab'ns fein,
bei manchem guaten Glaserl Wein.

Und samma unten, s' war wieder fein,
da geh'n mir no lang nit heim,
ja bei der Gufl, da kehr ma ein,
da gibt's ein Herta-Füchse-Stelldichein.